Tag der offenen Tür trotz Corona

Neue Wege für Verbund Olefinpartner in Schkopau

Wie der Verbund Olefinpartner in Schkopau trotz Corona einen Tag der offenen Tür durchführt und was die Besucher zu diesem Angebot sagen.

Von Diana Dünschel
Hier wird Werbung für den Beruf des Mechatronikers gemacht. (Foto: Diana Dünschel)

Schkopau - Es ist selten geworden in Pandemiezeiten, dass ein Tag der offenen Tür wirklich live vor Ort und nicht digital stattfindet. Doch die Ausbildungsverbund Olefinpartner gGmbH Schkopau hat Freitag genau das angeboten. „Wir haben ein Hygienekonzept, und der Informationsbedarf für eine praktische Ausbildung ist enorm. Nur durch eine Begehung kann man sich unserer Meinung nach ein richtiges Bild machen. Digitale Angebote können das dann ergänzen, um eine Entscheidung zu treffen“, begründete Geschäftsführer Andrei Kretschmer die Veranstaltung.

Sie musste freilich generalstabsmäßig vorbereitet und durchgeführt werden. In einer bestimmten Zeit war eine bestimmte Anzahl Interessenten in den Werkstätten zugelassen. Anmeldungen mit exakter Uhrzeit waren nur vorab möglich. Am Eingang wurden die Besucher von Mitarbeitern der Verwaltung empfangen, die die Familien im Einbahnstraßensystem wie ein Fremdenführer von Station zu Station begleiteten. Ausbilder hatten dann im Schnitt fünf Minuten Zeit, in ihren Werkstätten für die insgesamt 15 Industrieberufe zu werben, in denen für die Unternehmen des Schkopauer Value Parks ausgebildet wird.

„Besser so als gar nicht“

„Das soll etwa eine halbe Stunde dauern und an einem extra Ausgang enden. Die Gäste werden sich nicht begegnen. Das ist für uns eine völlig neue Situation. Aber wir probieren sie einfach aus“, sagte Andrei Kretschmer weiter. Denn das Interesse an den 100 Ausbildungsstellen sei während Corona zurückgegangen. Es gebe ja keine Möglichkeit zu Schulveranstaltungen. Die letzte Messe habe im Herbst stattgefunden. Man wolle aber die örtlichen Unternehmen unterstützen. 30 Bewerber könne man so persönlich erreichen. Mit der Terminauslastung sei er zufrieden. Familie Schiene aus Schkopau gehörte zu jenen, die mit ihrem Sohn vorbeischauten. Ihr Fazit fiel positiv aus. „Der Rundgang war interessant. Besser so als gar nicht. Man hat ja sonst gar keinen Überblick.“

Dass die Lehre im Ausbildungsverbund Olefinpartner eine gute Wahl ist, davon konnte Mechatroniker-Azubi Nils Kirchhöfer berichten und dabei Corona noch etwas Positives abgewinnen. Denn nun werde in kleineren Gruppen ausgebildet. Das sei individueller und besser auf jeden zugeschnitten. „Ich habe hier nur schöne Erfahrungen gemacht und wurde top vorbereitet“, sagte der junge Mann, der nun schon nach drei und nicht erst nach dreieinhalb Jahren zur Abschlussprüfung zugelassen ist. (mz)