Leichtathletik

Leichtathletik: Ex-Sprinterin Petra Kandarr gestorben

Karlsruhe - DDR, Petra Kandarr, petra vogt, jana kandarr, tennis, euopameisterschaft, athen, 1969

Von Mike Händler 16.03.2017, 18:22

Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin Petra Kandarr ist nach MZ-Informationen am Sonntag im Alter von 66 Jahren in Karlsruhe gestorben. Die gebürtige Hallenserin feierte ab 1969 zahlreiche Erfolge. Unter anderem gewann sie im selben Jahr bei den Europameisterschaften in Athen den Titel über 100 und 200 Meter sowie in der 4×100-Meter-Staffel.

Petra Kandarr startete unter ihrem Geburtsnamen Vogt für den SC Chemie Halle in der DDR, dem heutigen SV Halle. Nach ihren EM-Erfolgen in Griechenland wurde sie zur Sportlerin des Jahres in der DDR gekürt. Mit Bestzeiten, die sie im Jahr 1973 aufstellte, von 11 Sekunden über 100 Meter und 22,4 Sekunden über 200 Meter gehörte sie damals zur Welt-Elite der Sprinterinnen. Allerdings warfen die Sportlerin immer wieder Verletzungen zurück. Das kostete sie auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1972 in München. Schon mit mit 25 Jahren beendete Petra Kandarr ihre Sport-Karriere und studierte danach in Halle Sport und Geschichte auf Lehramt. Anschließend arbeitete sie als Lehrerin an der Kinder- und Jugendsportschule in Halle.

Nach der Wende zog Petra Kandarr mit ihrem Mann Lutz nach Karlsruhe, auch um ihre tennisbegabte Tochter Jana gezielt fördern zu können. Jana Kandarr schaffte 1994 den Sprung ins Profitennis. Was ihrer Mutter nie vergönnt war, gelang der Tennisspielerin mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. (mz)