Bänke, Bäume, Spielplatz

In Salzmünde soll auf rund 2,5 Hektar ein Mehrgenerationen-Park entstehen

Die in den 90er Jahren angelegte Grünfläche in Salzmünde soll künftig mehr für alle Generationen etwas bieten.

Von Claudia Crodel 15.11.2021, 10:30
Der Park in Salzmünde soll neu gestaltet werden. Hans-Joachim Kuhn, Sylvia Holfeld  und Ortsbürgermeisterin Christiane Hirsch planen schon mal die neuen Elemente für den Spielplatz.
Der Park in Salzmünde soll neu gestaltet werden. Hans-Joachim Kuhn, Sylvia Holfeld und Ortsbürgermeisterin Christiane Hirsch planen schon mal die neuen Elemente für den Spielplatz. Foto: Silvio Kison

Salzmünde/MZ - Wege zum Schlendern, Bänke zum Verweilen, Bäume, die Schatten spenden, Spielgeräte für den Bewegungsdrang der Jüngsten. Kommunale Parkanlagen dienen der Erholung und sind Orte der Kommunikation.

Auf rund 2,5 Hektar großen Areal soll ein Mehrgenerationen-Park entstehen

In Sachsen-Anhalt gibt es viele historische Parkanlagen, teils mit uralten Bäumen. Aber es gibt auch öffentliche Grünanlagen, die noch gar nicht lange bestehen. In Salzmünde, dem Ort mit dem Status Grundzentrum der Gemeinde Salzatal, gibt es einen solchen Park, der in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden ist. Der Heimat- und Kulturverein Salzmünde ist stolz auf dieses Jubiläum. Es wurde Anfang Oktober nicht nur mit einem kleinen Parkfest gefeiert, zu dem Leute aus dem Ort und viele Gäste aus umliegenden Dörfern kamen.

„Im Jubiläumsjahr schauen wir vor allem in die Zukunft“, sagt Hans-Joachim Kuhn, Chef des Heimat- und Kulturvereins Salzmünde. Bereits 2017 hatte man die Idee, aus dem rund 2,5 Hektar großen Areal einen Mehrgenerationen-Park zu machen. Damals entstanden erste Pläne zur Gestaltung und die Frage, wie man den Ausbau des Parks finanzieren könne.

Förderbescheid für Mehrgenerationen-Park ist eingegangen

Man habe sich bei mehreren Institutionen und Stiftungen um eine Finanzierung beworben, aber es habe nie hundertprozentig mit den geforderten Kriterien gepasst, erzählt Kuhn. So sei man dann darauf gekommen - auch und gerade weil Salzmünde Grundzentrum für die Versorgung der Gemeinde geworden ist -sich um eine Förderung beim LEADER-Programm zur Förderung des ländlichen Raums zu bewerben.

Im November 2018 segnete der Haupt- und Finanzausschuss der Einheitsgemeinde Salzatal den Beschluss zur Antragsstellung ab. „Vor wenigen Wochen ist der Förderbescheid eingegangen“, freut sich auch Ortsbürgermeisterin Christiane Hirsch.

Spielplatz mit Schpeilschiff und Tischtennisplatte

Nun hofft man, die nächsten Schritte schnell realisieren zu können, denn die Förderung von 75.000 Euro muss bis Mitte Juni 2022 abgerufen werden. Man habe beim Einreichen des Projektes mit einer Bausumme von 100.000 Euro gerechnet. 25.000 Euro kommen aus Eigenmitteln. „Das ist kein Geld von der Kommune, sondern von unserem Verein, das wir durch eine Spende von der Sparkasse erhalten haben“, erklärt Kuhn.

Der Spielplatz für die Jüngsten soll ergänzt werden. Unter anderen soll es ein Spielschiff geben. Für die Jugendlichen sollen Tischtennisplatten und ein Beachvolleyballplatz errichtet werden und für die Erwachsenen ein Platz mit Fitness-Geräten. Eine Insektenwiese, ein grünes Klassenzimmer und eine Reptilienburg, neue Bänke und der Ausbau des Hauptweges gehören ebenfalls dazu. Allerdings müsse man überlegen, was genau von all den Vorhaben wirklich umgesetzt werden kann, weil die Preise für Geräte und andere Materialien teurer geworden sind als bei Antragstellung im Frühjahr 2020.

Pachtvertrag abgeschlossen

Das Stück Land, auf dem der Park angelegt ist, gehört Carl Stefan Wentzel, mit dem die Gemeinde einen über eine lange Zeit währenden, günstigen Pachtvertrag abschließen konnte. Das Areal liegt teilweise in einem Landschaftsschutzgebiet, teilweise auch im Überschwemmungsgebiet. „Zu DDR-Zeiten waren dort Kleingärten angelegt worden zur Selbstversorgung, vor allen für die Anwohner des Rathausviertels und der Straße der Einheit. Nach der Wende haben viele Pächter ihren Garten aufgeben. Große Teile der Fläche verwilderten“, erinnert sich der Vorsitzende des Heimatvereins.

Der Gemeinderat Salzmünde, beschloss, eine Parkanlage daraus zu machen. Es wurde eine Nutzungsvereinbarung mit der Familie Wentzel getroffen. Ab 1996 konnte der Park durch ABM-Kräfte angelegt werden. Es wurden Bäume gepflanzt, Wege angelegt, ein Spielplatz gebaut. Seit Bildung der Einheitsgemeinde 2010 sei allerdings wenig Geld für die Erhaltung des Parks dagewesen. Der Heimat- und Kulturverein, dem auch Ortsbürgermeisterin Christiane Hirsch angehört, blickt nun optimistisch in die Zukunft. Und weil viele von der Park-Idee begeistert sind, hat der Verein auch junge Mitglieder gewonnen.