Demonstration

Rechte Kundgebung: Leipzig wehrt sich mit Gegendemonstration

Am Wochenende hat das rechtsextreme „Compact Magazin“ um Chefredakteur Jürgen Elsässer in Leipzig eine Kundgebung mit 10.000 Teilnehmern angemeldet. Unter anderem ruft das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zum Gegenprotest auf.

25.11.2022, 12:15
Bundesverwaltungsgericht Leipzig
Bundesverwaltungsgericht Leipzig (Foto: imago images/Christian Grube)

Leipzig/epd - Der Stadt Leipzig steht ein weiteres Demonstrationswochenende bevor. Anhänger des rechtsextremen „Compact Magazins“ um Chefredakteur Jürgen Elsässer haben für Samstag eine Kundgebung mit mehr als 10.000 Teilnehmern angemeldet, wie das Ordnungsamt Leipzig am Freitag mitteilte. Die Kundgebung vor dem Bundesverwaltungsgericht steht demnach unter dem Motto „Ami go home“. Dagegen regt sich ziviler Widerstand.

Unter anderem ruft das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ zum Gegenprotest auf. Laut Ordnungsamt sind mehrere Demonstrationen angemeldet. Auch der frühere Leipziger Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff appellierte, „ein deutliches Zeichen für die freiheitliche Demokratie zu setzen“.

An der rechtsradikalen Kundgebung wollen Mitglieder der AfD und der rechtsextremen Kleinstpartei „Freie Sachsen“ teilnehmen. Neben Elsässer werden als Redner der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke und der frühere Vorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, erwartet.

Der Gegenprotest startet in Leipzig am Samstag, 26. November, 14 Uhr, mit Zubringerdemonstrationen ab Connewitzer Kreuz und Rabet sowie als Fahrraddemo vom Lindenauer Markt. Der stationäre Gegenprotest sammelt sich 15 Uhr direkt am Simsonplatz auf der Harkortstraße (gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht). Die Kundgebung „Ami go home“ ist für Samstag, 26. November, von 15.30 bis 20.30 Uhr angemeldet.