Schuss in Eisenbahnstraße in Leipzig

Mann verletzt im Krankenhaus: Ermittlungen wegen versuchten Totschlags laufen

In der Eisenbahnstraße in Leipzig ist ein Schuss gefallen. Ein Mann wurde verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Totschlags.

Polizisten vor einem Cafe in der Eisenbahnstraße in Leipzig. Sie gilt als Kriminalitätsschwerpunkt.
Polizisten vor einem Cafe in der Eisenbahnstraße in Leipzig. Sie gilt als Kriminalitätsschwerpunkt. (Foto: dpa)

Leipzig/MZ/dpa - Nachdem ein Mann im Leipziger Osten angeschossen worden ist, geht die Polizei von einem männlichen Tatverdächtigen aus. Um wen es sich handele, sei noch unklar, sagte ein Sprecher am Freitag. Die Polizei ermittele wegen versuchten Totschlags.

Schuss in Eisenbahnstraße in Leipzig

Die Polizei war am Donnerstagabend über eine Schussabgabe in der Eisenbahnstraße informiert worden. Vor Ort fanden die Beamten einen verletzten Mann, wie es weiter hieß. Dieser wurde mit einer Verletzung am Bein in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sei mit vielen Kräften im Einsatz gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Auch die Tatortgruppe vom Landeskriminalamt Sachsen war demnach vor Ort. Zu den Hintergründen der Auseinandersetzung machte die Polizei bislang keine Angaben.

Nur wenige Stunden zuvor war es in der Eisenbahnstraße zu einem anderen Angriff gekommen. Ein 27-Jähriger hatte versucht, in einen Wohnwagen einzubrechen. Als er vom Besitzer überrascht wurde, schlug der Täter zunächst mit einem Hiebwerkzeug auf das Fahrzeug ein und attackierte anschließend den Besitzer, der leicht verletzt wurde. Hinzugerufene Polizisten nahmen den Mann fest. Er befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

Eisenbahnstraße: Kriminalitätsschwerpunkt in Leipzig

Die Eisenbahnstraße gilt als Kriminalitätsschwerpunkt in Leipzig. Im November 2018 wurde an der Straße eine Waffenverbotszone eingerichtet. Sie soll die Sicherheit in der Gegend erhöhen. Waffen, die unter das Waffenrecht fallen, dürfen in dem Areal nicht getragen werden und die Polizei darf verdachtsunabhängig kontrollieren. Auf der Straße fielen im Jahr 2016 tödliche Schüsse bei einem Streit im Rockermilieu.