Kriminalität von Zuwanderern

Kriminalität von Zuwanderern: „Die deutschen Dealer sind verdrängt worden“

Leipzig - Die Leipziger Polizei hat sich in ungewöhnlich deutlicher Form zur Kriminalität von Zuwanderern geäußert. Ein Polizeisprecher erklärte am Donnerstag, die Polizei sei „berufsbedingt fast ausschließlich und nicht zu knapp mit negativen Aspekten des Flüchtlingszustroms befasst“. Er räumte ein, dass dies eine „einseitige Wahrnehmung“ sei, damit sei aber keine Pauschalisierung oder „Ausbildung/Bestärkung von Stereotypen“ ...

Von Alexander Schierholz 21.09.2017, 16:39
Der Schriftzug „Polizei“ an der Tür eines Einsatzfahrzeugs.
Der Schriftzug „Polizei“ an der Tür eines Einsatzfahrzeugs. dpa-Zentralbild

Die Leipziger Polizei hat sich in ungewöhnlich deutlicher Form zur Kriminalität von Zuwanderern geäußert. Ein Polizeisprecher erklärte am Donnerstag, die Polizei sei „berufsbedingt fast ausschließlich und nicht zu knapp mit negativen Aspekten des Flüchtlingszustroms befasst“. Er räumte ein, dass dies eine „einseitige Wahrnehmung“ sei, damit sei aber keine Pauschalisierung oder „Ausbildung/Bestärkung von Stereotypen“ verbunden.

Polizei-Großkontrolle am Donnerstag in Leipzig: Tatverdächtige fast ausschließlich  Migranten

Die Erklärung ist Bestandteil des von der Polizeidirektion Leipzig herausgegebenen täglichen Presseberichts. Sie steht als Nachsatz unter einer Meldung über eine Polizei-Großkontrolle am Donnerstag, bei der mehr als 50 Beamte der Landes- und der Bundespolizei in innerstädtischen Parkanlagen gestohlene Bekleidung und Drogen sicherstellten. Bei den Tatverdächtigen, deren genaue Zahl nicht genannt wurde, handelt es sich nach Polizeiangaben fast ausschließlich um Migranten, die Rede ist von „Personen mit südländischem Äußeren“.

Eine Polizeisprecherin sagte der MZ am Abend auf Nachfrage, bei der Straßenkriminalität mit Drogen habe man es in der Regel mit ausländischen Tatverdächtigen zu tun. „Die deutschen Dealer sind verdrängt worden.“

Polizei-Großkontrolle am Donnerstag in Leipzig: Aktion auch auf Eisenbahnstraße ausgeweitet

Die Kontrolle sei auch auf die Eisenbahnstraße ausgeweitet worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Straße östlich des Hauptbahnhofs gilt als Kriminalitätsschwerpunkt. Gewalttätige Auseinandersetzungen sowohl zwischen ausländischen Banden als auch im Rocker-Milieu sind an der Tagesordnung. Im Juni vergangenen Jahres war bei einer blutigen Rocker-Fehde ein Mann erschossen worden. Vier Mitglieder des Motorrad-Clubs Hells Angels müssen sich deswegen derzeit vor dem Leipziger Landgericht verantworten. (mz)