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Flixbus-Drama auf der A9  Schwerer Unfall bei Wiedemar mit vier Toten:  Das ist der aktuelle Stand der Ermittlungen

Vier Frauen sterben Ende März bei einem schweren Busunfall nahe Leipzig. Die Ermittler untersuchen derzeit die Ursache für das tragische Unglück.

Von dpa/DUR. Aktualisiert: 12.06.2024, 14:02
Der verunglückte Flixbus ist an der Unfallstelle auf der A9 gerade wieder aufgerichtet worden.
Der verunglückte Flixbus ist an der Unfallstelle auf der A9 gerade wieder aufgerichtet worden. Foto: IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Leipzig. - Mehr als zwei Monate nach dem schweren Busunfall auf der Autobahn 9 bei Leipzig mit vier Toten dauern die Ermittlungen zur Unfallursache noch an.

Flixbus-Unfall auf der A9: Endergebnis in einigen Wochen

Zwischenergebnisse liegen bereits vor, Details dazu werden zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht veröffentlicht, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig sagte. Bis zu einem Endergebnis könnte es noch einige Wochen dauern.

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Am 27. März war ein Doppeldecker-Flixbus mit 54 Menschen an Bord auf der A9 zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gestürzt.

Flixbus auf A9 auf dem Weg von Berlin nach Zürich verunglückt

Vier Frauen starben, darunter eine 47-jährige Polin, eine 43 Jahre alte Frau aus der Ukraine, eine 20-jährige Indonesierin mit Wohnsitz in Berlin sowie eine 19-Jährige aus Bayern. 30 weitere Menschen waren zum Teil schwer verletzt worden.

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Der Bus war auf dem Weg von Berlin nach Zürich verunglückt. Nach Angaben der Polizei stammten die Busreisenden überwiegend nicht aus Deutschland. Von den 54 Passagieren haben 18 eine deutsche Staatsangehörigkeit. Die übrigen stammten aus mehr als 20 Ländern, darunter Peru, Neuseeland, China, Kanada und USA.

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Knapp zwei Stunden nach der Abfahrt passierte der Unfall zwischen der Anschlussstelle Wiedemar und dem Schkeuditzer Kreuz. Nach ersten Erkenntnissen war kein anderes Fahrzeug daran beteiligt.

Gegen Flixbus-Fahrer von der A9 wird ermittelt

Gegen den Busfahrer ermittelt die Staatsanwaltschaft. Dem 62-Jährigen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Angaben zu seiner Vernehmung machte der Sprecher der Ermittlungsbehörde nicht. Der Fahrer des Busses soll nach Angaben des Busunternehmens alle Lenk- und Ruhezeiten eingehalten haben.

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Zudem werde ein unfallanalytisches Gutachten erstellt, um den Unfall nachvollziehen zu können, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dabei wird anhand der Spurenlage am Unfallort unter anderem die Geschwindigkeit des Busses ermittelt und ob andere Faktoren zu dem Unfall geführt haben könnten. Außerdem würden die Aussagen von Zeugen aus dem Bus ausgewertet und das Unfallfahrzeug von Experten akribisch auf mögliche technische Mängel untersucht.