Feuerwehren Mühlanger und Gallin

Feuerwehren Mühlanger und Gallin: Rückblick auf 2016

Mühlanger - Zweimal hieß es „Es war von den Einsätzen her ein durchschnittliches Jahr“, als die Feuerwehren aus Mühlanger und Gallin sich im „Schiffchen“ zu ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung trafen. 17 Mal wurden die Mühlangerer gerufen, die Galliner mussten über 20 Alarmierungen ...

Von Boris Canje 27.02.2017, 11:10

Zweimal hieß es „Es war von den Einsätzen her ein durchschnittliches Jahr“, als die Feuerwehren aus Mühlanger und Gallin sich im „Schiffchen“ zu ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung trafen. 17 Mal wurden die Mühlangerer gerufen, die Galliner mussten über 20 Alarmierungen berichten.

Bei den Mühlangerern waren es sechs Brände und elf Technische Hilfeleistungen, berichtete Ortswehrleiter Kai Oberländer. Darunter auch ein folgenschwerer Unfall auf der B 187 an der Galliner Kreuzung, bei dem eine Person nur noch leblos aus dem Fahrzeug geborgen werden konnte.

Ebenso kamen die Kameraden Ende des Jahres wie andere Wehren beim ICE-Unglück zwischen Zörnigall und Bülzig zum Einsatz, als zwei Bahnarbeiter ums Leben gekommen waren. Die Einsatzkräfte hatten die Einsatzstelle ausgeleuchtet und etwa 300 Passagieren aus dem Zug geholfen. Mario Schulze von der Galliner Wehr berichtete neben anderem über fünf Brände, eine Einsatzübung, 13 Technische Hilfeleistungen.

Zudem beteiligten sich die Kameraden an der Katastrophenschutzübung des Landkreises, hatten die Aufgabe, einen Bereitstellungsplatz zu betreuen. Beide Wehren sind auch wichtig für das dörfliche Leben. So gehen auf das Konto der Floriansjünger aus Mühlanger Osterfeuer, Park- und Heimatfest sowie Herbstfeuer. Diese drei Veranstaltungen sind auch für 2017 geplant, so Kai Oberländer.

Dazu kommt noch, als Beitrag zum Reformationsfest anlässlich des Wittenberger Stadtfestes ein großes Essen aus der Gulaschkanone gemeinsam mit den Gallinern sowie deren Partnerwehr aus Mörsdorf (Thüringen). Die Galliner sorgten erstmals für einen Frühjahrsputz im Ort und unterstützen beim Osterfeuer an der Gaststätte.

Ansonsten bei solchen Versammlungen eher seltener zu hören waren die Worte von Mario Schulze. Er meinte zum Thema Ausrüstung: „Hier sieht es ganz gut aus“. Sowohl die persönliche Schutzausrüstung als auch die technische Seite betreffend. Zur Technik hieß es: „Eigentlich haben wir viel mehr Gerätschaften, als die Vorschrift vorgibt.“

Letzteres hörte Bürgermeister Peter Müller (Freie Wähler) gern. Er brachte eine Akku-Metallsäge mit, die sich die Wehren gewünscht hatten. Einmal mehr sicherte er zu, dass trotz der komplizierten Haushaltslage pro Jahr 100.000 Euro für Investitionen in Feuerwehren vorgesehen werden. (mz)