Corona-Krise

Corona-Krise: Lichtblick beim Impfen im Landkreis Wittenberg

Wittenberg - Es kommen mehr Impf-Dosen als erwartet.

Von Marcel Duclaud 05.02.2021, 19:06

Einen Lichtblick sieht Wittenbergs Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) bei den Corona-Schutzimpfungen im Landkreis. In der nächsten Woche trifft aller Voraussicht nach mehr Impfstoff ein als erwartet. Die Rede ist von 1.170 Dosen des Biontech-Impfstoffs, hinzu kommen 900 Dosen des Herstellers Astrazeneca. Bei letzterem soll es keine Rückstellungen für die zweite Impfung geben, er kann also komplett verwendet werden - allerdings nur für unter 65-Jährige.

Im Impfzentrum werden daher mehr Vakzine verabreicht - 60 pro Tag nach bisheriger Planung. Der Rest geht nach wie vor in Pflegeheime. Sind die Impfteams dort fertig, was noch einige Tage dauern dürfte, sollen Betreutes Wohnen und ambulante Pflegedienste an die Reihe kommen.

Der Landrat kündigt zudem zweierlei an: Zum einen, dass ab 22. Februar wieder Impftermine zu haben sind, die können ab dem 8. Februar gebucht werden. Zum anderen, dass im Landkreis weitere Impfzentren entstehen sollen. Minimal zwei, maximal vier. Wo genau sie sich befinden werden, stehe noch nicht fest. Das soll in Kürze mit den Bürgermeistern besprochen werden.

Für sinnvoll halte er, so Dannenberg, die beiden ehemaligen Kreisstädte Jessen und Gräfenhainichen. Die beiden neuen Zentren sollen Ende März einsatzbereit sein.

Unterdessen bereiten trotz der generell erfreulichen Entwicklung mit sinkender Inzidenz neue Fälle Sorgen, bei denen Mutationen eine Rolle spielen. Bestätigt ist eine zweite solche Infektion. Es soll sich um einen Mann handeln, der auf einer Baustelle in Regensburg arbeitet - mit drei weiteren Kollegen aus dem Kreis Wittenberg.

Einer davon sei bereits positiv getestet - ob eine Mutation vorliegt, ist noch nicht sicher. Getestet wird jetzt auch im Umfeld der vier Männer, hieß es am Freitag. (mz)