Lesung und GesprächKünstler erforschen Leben des Dichters Novalis in Oberwiederstedt

Von Tina Edler 01.10.2021, 15:15
Schloss Oberwiederstedt
Schloss Oberwiederstedt (Foto: Jürgen Lukaschek)

Wiederstedt/MZ - Das Projekt „Glück Auf! Wohin? - Mansfeld-Südharz findet sich neu“ hat im Rahmen des Projekts „Erlebnis Kultur“ fünf Künstler eingeladen, sich während eines Pleinairs mit dem Dichter Novalis künstlerisch auseinanderzusetzen. 1772 wurde er als Georg Philipp Friedrich von Hardenberg im Schloss Oberwiederstedt geboren, weshalb das dortige Museum nun auch der zentrale Arbeitsort für die Künstler, die aus Aschaffenburg, Chemnitz, Halle und Höhnstedt kommen, war. Unter dem Thema „Das Höchste ist das Verständlichste… - Der Dichter Novalis - ein Sohn der Region Mansfeld-Südharz“ haben sie sich mit den familiären Wurzeln von Novalis und seiner Beziehung zum Bergbau beschäftigt, ebenso wie mit seinem dichterischen Schaffen und Wirken im Kreis der Romantiker. Neben Wiederstedt besuchten die Künstler auch Welfesholz und die Umgebung von Helbra.

An diesem Freitag, 1. Oktober, findet um 11 Uhr die letzte Lesung im Schloss Oberwiederstedt mit dem Titel „Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren...“ statt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und ab 15 Uhr die ersten Arbeitsergebnisse im Museum anzusehen, teilt Petra Sehnert, Mitarbeiterin in der Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum, mit.

Das Museum selbst ist allerdings seit diesem Mittwoch, 29. September, aufgrund der aktuellen Bauarbeiten vorübergehend geschlossen. Für rund 1,5 Millionen Euro wird das historische Gebäude modernisiert und somit gleichzeitig mehr Museumsfläche geschaffen. Ende November, Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, damit die Räume mit Ausstellungsstücken gefüllt und pünktlich zum Novalis-Jubiläum Anfang Mai 2022 präsentiert werden können. Dann jährt sich der Geburtstag des Dichters zum 250. Mal. In den neuen Ausstellungsräumen sollen - ebenso wie beim aktuellen Künstlerpleinair - auch die verschiedenen Lebensabschnitte des Dichters gezeigt und beleuchtet werden.