Seit längerem gesperrt

Hohlräume nach Erdfall an L225 werden untersucht - Autofahrer müssen weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen

Ergebnisse in der nächsten Woche

Von Daniela Kainz 21.09.2021, 18:00
Die L 225 zwischen Wimmelburg und Wolferode ist wegen eines Erdfalls voll gesperrt. Dennoch ignorieren viele Fahrer die Gefahren und Verrücken oder Entfernen die Sperrung. Der Landkreis warnt noch einmal vor den Gefahren.
Die L 225 zwischen Wimmelburg und Wolferode ist wegen eines Erdfalls voll gesperrt. Dennoch ignorieren viele Fahrer die Gefahren und Verrücken oder Entfernen die Sperrung. Der Landkreis warnt noch einmal vor den Gefahren. Foto: Landkreis Mansfeld-Südharz/U. Gajowski

Wimmelburg/MZ - Experten haben den Erdfall im Bereich der Halde zwischen Wimmelburg und Wolferode entlang der angrenzenden Landesstraße 225 weitergehend untersucht. „Mit den Ergebnissen rechnen wir in der 39. Kalenderwoche“, so Fachbereichsleiter Peter Lotze von der Landesstraßenbaubehörde. Die Untersuchungen erstreckten sich ihm zufolge „in einem Bereich von jeweils etwa 100 Metern beidseitig der Schadensstelle“.

Bislang sprechen die Experten von größeren Hohlräumen unterhalb der Straße, die sich bis in eine Tiefe von etwa sechs Metern befinden. „Auf der gegenüberliegenden Fahrbahnseite wurde locker gelagerter Boden bis in ein Tiefe von 16 Metern vorgefunden“, so Lotze. Es wird vermutet, dass sich diese lockere Lagerung auf eine größere Fläche erstreckt.

Bei einem ersten Termin im Juli hatte das Landesamt für Geologie und Bergwesen zunächst einen Erdfall an der Oberfläche mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern festgestellt, „der sich bis auf 2,5 Meter Tiefe fast kreisrund auf etwa 1,5 Meter weitete“, so Pressesprecherin Nadja Sonntag. Als kurzfristige Sicherungsmaßnahme sei der Erdfall mit verdichtendem Material verfüllt worden, so Sonntag. Allerdings: Bis Mitte September sei diese Verfüllung bereits sichtbar um bis zu 20 Zentimeter nachgesackt.

Das Landesamt für Geologie und Bergwesen empfahl der Landesstraßenbaubehörde angesichts der Beobachtungen Schlagbohrungen vorzunehmen, „um die Dichte der Boden- und Gesteinsschichten zu ermitteln“. Zur Erkundung weiterer Hohlräume sollten geophysikalische Methoden wie Bodenradar oder Geoelektrik entlang des kompletten Straßenabschnitts zum Einsatz kommen. Die Landesstraße ist wegen des Erdfalls bereits seit längerem gesperrt. Autofahrer müssen weiträumige Umleitungen in Kauf nehmen.