Sanierungsprogramm im Ortskern

Grundstückseigentümer in Gerbstedt werden zur Kasse gebeten

Von Felix Fahnert
Geld - Symboldbild
Geld - Symboldbild (Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild)

Gerbstedt - Für das Sanierungsprogramm „Gerbstedt-Ortskern“ haben viele Grundstückseigentümer vorzeitig die Zahlung der so genannten Ausgleichsbeiträge vereinbart. Wie die Stadtverwaltung in Gerbstedt mitteilte, sind bereits für 118 Grundstücke Ablösevereinbarungen geschlossen worden. Das entspreche etwa einem Drittel aller betroffenen Grundstücke.

Im Ortskern von Gerbstedt müssen sich Grundstückseigentümer an Sanierungsmaßnahmen seit 1992 beteiligen. Hintergrund sind die so genannten Ausgleichsbeiträge, die laut Baugesetzbuch von Eigentümern im Sanierungsgebiet erhoben werden. Der Beitrag wird fällig, weil sich der Bodenwert des Grundstücks durch die Arbeiten erhöht hat. Die Eigentümer zahlen einen Ausgleichsbeitrag zwischen Anfangs- und Endwert des Grundstücks.

Einsparmöglichkeiten bei vorzeitiger Zahlung

Die Sanierungsmaßnahmen in Gerbstedt seit der Wende wurden von der Landesentwicklungsgesellschaft Saleg verwaltet. 2018 endete das Vorhaben offiziell, daher werden nun die Beiträge für die Eigentümer fällig. Die Höhe der Beiträge ist dabei grundstücksabhängig.

Bei der Zahlung wird den Eigentümern die Möglichkeit angeboten, Geld zu sparen: Wer seinen Ausgleichsbeitrag freiwillig bis Ende 2021 zahlt, spart insgesamt fünf Prozent. Ansonsten können die Ausgleichsbeträge bis Ende 2022 per freiwilliger Ablöse gezahlt werden, auch eine Ratenzahlung ist möglich. An die Grundstückseigentümer, die bis Ende 2022 nicht tätig geworden sind, werden die Beiträge dann per Bescheid durch die Stadt angefordert. (mz)