Vermehrt Feld- und Flächenbrände

Goldene Aue legt Einsatzstatistik der Feuerwehr für das Jahr 2020 vor

Von Helga Koch 26.01.2022, 11:42 • Aktualisiert: 26.01.2022, 12:28
Symbolfoto - Feuerwehr im Einsatz
Symbolfoto - Feuerwehr im Einsatz (Foto: imago images/Sabine Gudath)

Kelbra/MZ - In der Verbandsgemeinde Goldene Aue rücken die Feuerwehren immer öfter zu Feld- und Flächenbränden aus. Außerdem werden sie häufiger vom Rettungsdienst zur Unterstützung angefordert. Das besagt die Einsatzstatistik für das Jahr 2020, die Sarah Gottschalk in der Sitzung des Verbandsgemeinderates vorgestellt hat; sie ist für den Bereich Feuerwehren, Fuhrpark und Versicherungen zuständig.

Mehr Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr

„Wir haben mehr Brandeinsätze, mehr technische Hilfeleistungen und mehr Personen in Notlagen im Vergleich zu 2017“, berichtete Gottschalk. Sogenannte „objektbezogene Einsätze“ seien hingegen rückläufig. Bei technischen Hilfeleistungen gehe es meist darum, Ölspuren zu beseitigen.

Positiv habe sich in der Verbandsgemeinde die Zahl der Feuerwehrangehörigen entwickelt: Sie stieg von 622 im Jahr 2017 auf 686. „2017 hatten wir 336 Einsatzkräfte, 2020 waren es 404.“ An dieser Entwicklung dürften vor allem die Kinder- und Jugendfeuerwehren einen großen Anteil haben. Die gibt es in Kelbra, Tilleda, Bösenrode, Rosperwenda, Wallhausen, Hohlstedt, Riethnordhausen und Edersleben sowie in Thürungen zwei Jugendfeuerwehrmitglieder.

Bedarf an Lehrgängen

Sehr unterschiedlich fällt die Zahl der Einsatzkräfte tagsüber, nachts und an den Wochenenden und Feiertagen aus. In einzelnen Wehren hat sich die Zahl der verfügbaren Einsatzkräfte zwar im Vergleich zu 2017 verringert, innerhalb der Verbandsgemeindewehr stehen jedoch für die jeweiligen Zeitfenster mehr Einsatzkräfte zur Verfügung.

Tagsüber sind es 111 (2017 waren es 92), nachts 218 (174) sowie am Wochenende und feiertags 259 (202). Im Vergleich zu 2017 verfügt die Verbandsgemeindewehr über je sieben Gruppen- und Zugführer sowie drei Verbandsführer mehr. Doch gebe es jetzt fünf Einsatzkräfte weniger mit der Qualifikation als Leiter einer Feuerwehr. Die Verbandsgemeinde habe deshalb Bedarf an Lehrgangsplätzen angemeldet, so Gottschalk, aber nicht bekommen.

Zurzeit fehlten gegenüber dem Soll 49 Atemschutzgeräteträger, es gebe dieses Jahr 18 Lehrgangsplätze: „Da sind wir auf einem guten Weg.“ Außerdem werde die Verbandsgemeinde in diesem Jahr die Führerscheinkosten für ein bis zwei Personen übernehmen.