Regionalsport Mansfeld-Südharz

Der SV Kelbra und der VfB Sangerhausen erkämpfen sich jeweils einen Punkt

Von Ralf Kandel
Alle Kelbraer Bemühungen blieben erfolglos. Ein Tor gelangd em SV nicht. Hier kommt Jaroslav Shpikula nicht am Gegenspieler vobei.
Alle Kelbraer Bemühungen blieben erfolglos. Ein Tor gelangd em SV nicht. Hier kommt Jaroslav Shpikula nicht am Gegenspieler vobei. (Foto: Ralf Kandel)

Kelbra/Sangerhausen/MZ - Zu einem Sieg hat es nicht gereicht. Aber immerhin konnten sowohl der SV Kelbra, als auch der VfB Sangerhausen am siebten Spieltag der Fußball-Verbandsliga Staffel Süd ihr Punktekonto leicht aufbessern. Beide Teams erkämpften sich ein Unentschieden.

SV Kelbra erstmals ohne Gegentreffer

Im sechsten Anlauf hat es endlich geklappt. Zum ersten Mal in der laufenden Saison der Verbandsliga Staffel Süd blieb der SV Kelbra ohne Gegentreffer. Die Partie gegen den SC Bernburg blieb am Ende torlos.

Vor allem zwei Gründe waren es, die dafür sorgten, dass die Bemühungen der Gastgeber ohne Erfolg blieben. Zum einen bot Bernburgs Torhüter 18-jähriger Torhüter Andrejs Klancevics im Gegensatz zum 3:3 in der Vorwoche bei Edelweiß Arnstedt eine herausragende Vorstellung und vereitelte mit einigen gelungenen Paraden die Möglichkeiten von freistehend vor ihm auftauchenden Kelbraer. Zum anderen nutzten die Gastgeber ganz einfach zum wiederholten Mal ihre Chancen einfach nicht resolut genug.

Enttäuschung bei Kelbras Trainer

Und das auch nicht gegen 40 Minuten zahlenmäßig reduzierte Bernburger. Sascha Podleska sah nach 54 Minuten die Rote Karte.

Entsprechend enttäuscht war Kelbras Trainer Daniel Richter dann auch noch am Tag nach der Partie: „Natürlich ist das 0:0 gegen Bernburg für uns zu wenig. Zwar haben die Bernburger gut gespielt und gut gestanden, aber von den drei, vier großen Chancen, die wir haben, müssen wir auch mal eine nutzen. Von der Laufbereitschaft und dem Spielerischen her bin ich mit der Mannschaft zufrieden, wir müssen nur endlich mal Tore schießen.“

VfB Sangerhausen kassiert zum vierten Mal vier Gegentore

Dieses „Kunststück“ macht dem VfB Sangerhausen so schnell keiner nach. Zum vierten Mal in Folge kassierten die Sangerhäuser in einem Punktspiel der Fußball-Verbandsliga jeweils vier Gegentreffer. Während die Flut an Gegentoren dreimal zuvor zu deutlichen Niederlagen führte, sprang diesmal allerdings ein Punkt heraus. Das 4:4 in der Partie bei Blau-Weiß Dölau war dabei ähnlich spektakulär, wie der denkwürdige 7:6-Erfolg der Sangerhäuser vor drei Jahren in Wernigerode.

Der Reihe nach: Zur Halbzeit schien die Partie gelaufen. Die Dölauer lagen nach Treffern von Justin Kreideweiß, Anass Ezzianj und Toni Pultke 3:0 vorn. Die Gäste haderten mit sich selbst und den Entscheidungen von Schiedsrichter Daniel Feist.

In der Halbzeitpause fand Stefan Kuhnert, der den diesmal im Urlaub weilenden etatmäßigen Trainer Olaf Glage als verantwortlichen Coach vertrat, die richtigen Worte. Unmittelbar nach der Pause verkürzte Max Hennig auf 1:3. Nach 58 Minuten war der Drei-Tore-Abstand dann aber wieder hergestellt. Kreideweiß erzielte seinen zweiten Treffer im Spiel und sorgte mit dem 4:1 für die vermeintliche Vorentscheidung.

Ruf als „Schießbuden“ der Liga

Doch die Sangerhäuser gaben sich einfach nicht geschlagen. Nun waren sie es, die die löchrige Abwehr der Dölauer, die schon vor einer Woche beim 0:7 in Westerhausen eklatante Schwächen aufwies, ein ums andere Mal austanzten.

Der Lohn der Bemühungen war eine famose Aufholjagd. Nach einer Stunde verkürzte Pascal Ibold auf 2:4. Dann war es erneut Hennig, der mit seinem bereits dritten Saisontreffer für den 3:4-Anschlusstreffer sorgen konnte (65.). Bis zur fünften Minute der Nachspielzeit drängten die Sangerhäuser auf den Ausgleich und wurden schließlich spät, aber nicht zu spät, doch noch belohnt. Kevin Eugenio Schäffner traf tatsächlich noch zum 4:4 und sorgte so für den Endstand in einer turbulenten und spektakulären Partie.

Mit nun mittlerweile 20 (Dölau) und 18 Gegentreffern (VfB) untermauerten beide Teams ihren Ruf als „Schießbuden“ der Liga. Den Sangerhäusern war das völlig egal. Sie feierten die Tatsache, dass sie zwar wieder vier Gegentreffer kassierten, doch diesmal wenigstens einen Punkt holten. Und vor allem eine Riesenmoral gezeigt hatten.