Inzidenz unter 2.000

Bisher verhaltene Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff Novavax in Mansfeld-Südharz

Die Nachfrage nach Novavax hält sich bisher noch in Grenzen. In den Impfstoff hatten einige große Hoffnungen gesetzt, um der Impfquote in Mansfeld-Südharz noch einmal einen Schub zu verleihen.

Von Joel Stubert 02.03.2022, 17:15
Symbolfoto: Impfstoff Novavax
Symbolfoto: Impfstoff Novavax (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Sangerhausen/Eisleben/Hettstedt/MZ - Die Nachfrage nach dem sogenannten Totimpfstoff Novavax im Landkreis Mansfeld-Südharz ist bislang verhalten. Am Samstag war dessen Lieferung im Kreis angekommen, ab vergangenen Montag konnte er verimpft werden. Wie viele Spritzen genau mit Novavax in den ersten drei Tagen gesetzt wurden, war vom Landkreis nicht zu erfahren. Fest steht allerdings, dass sich bisher 70 Personen registriert hatten, um sich mit Novavax impfen zu lassen, deren 26 haben sich auch schon einen Termin gemacht.

Nachfrage nach Novavax „nicht der Rede wert“

Wie viele davon in den ersten drei Tagen stattfanden, ist unklar. Dem Vernehmen nach ist die Zahl bisher „nicht der Rede wert“, wie es heißt. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, wolle man auch mit Novavax auf die Pflegeeinrichtungen im Landkreis zugehen, um dort Impfungen durchzuführen. Man betonte zudem, dass auch Impfwillige ohne Termin und mit dem Ziel, sich Novavax impfen zu lassen, nicht weggeschickt würden.

In den Impfstoff Novavax hatten einige große Hoffnungen gesetzt, um der Impfquote im Landkreis noch einmal einen Schub zu verleihen. Denn dieser Impfstoff unterscheidet sich in der Art und Weise deutlich von den bisher auf dem Markt befindlichen Vakzinen. Denn Novavax, das seit Dezember in der EU zugelassen ist und von einem US-Hersteller stammt, ist der erste proteinbasierte Impfstoff gegen das Coronavirus.

Novavax für Skeptiker

Er besteht aus gentechnisch hergestellten Virusbestandteilen. Der Körper wird dadurch veranlasst, Antikörper zu bilden, um das Virus im Fall des Falles abzuwehren. Damit gleicht Novavax in seiner Art und Weise bislang gebräuchlichen Impfstoffen, etwa dem Grippeimpfstoff. Er dürfte damit auch jene ansprechen, die gegenüber den mRNA-Impfstoffen wie von den Firmen Moderna oder Biontech/Pfizer skeptisch eingestellt waren.

Unterdessen sank am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis wieder unter die Marke von 2.000.