„Das Auto nützt uns nichts“

Arnsteiner Verwaltung will auf Fördermittel für Feuerwehrfahrzeug verzichten

2024 soll ein neues Logistikfahrzeug für die Einsatzkräfte im Ortsteil Quenstedt angeschafft werden.

Von Tina Edler 26.01.2022, 09:15
Symbolbild eines Feuerwehrfahrzeugs
Symbolbild eines Feuerwehrfahrzeugs (Foto: picture alliance / Britta Peders)

Quenstedt/MZ - Kaum auf der Tagesordnung sieht es für den Beschluss zur Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Einsatzkräfte in Quenstedt schlecht aus. Denn die Verwaltung selbst empfiehlt, dem Beschluss nicht zuzustimmen. Die Mitglieder des Bauausschusses sind in ihrer zurückliegenden Sitzung dieser Empfehlung gefolgt.

Der Grund: Das Fahrzeug, das vom Land gefördert wird, entspricht nicht den Voraussetzungen, die die Feuerwehr der Stadt Arnstein bräuchte. Dort wird ein sogenannter Gerätewagen Logistik benötigt, der als Ersatz für gleich drei alte, ausgediente Fahrzeuge herhalten soll. Das vom Land geförderte Auto habe aber Technik, die in Arnstein nicht in dem Umfang gebraucht und eingesetzt werden könnte. Auf der anderen Seite fehle ein entsprechender Wassertank. „Wir brauchen Fahrzeuge, die mit wenig Personal viel erreichen können“, sagt Frank Sehnert (parteilos), Bürgermeister der Einheitsgemeinde, dazu. Und weiter: „Wir sollten nicht Fördermittel beantragen, um des Fördermittelwillens.“

Dem stimmte auch Frank Raschke, Stadtwehrleiter der Einheitsgemeinde und Stadtratsmitglied, zu. „Das Auto nützt uns nichts. Wir sollten eins anschaffen, was für unseren Standort gedacht ist.“ Deswegen sei das Thema auch noch nicht vom Tisch, wie Sehnert ankündigte. Denn bereits in der Brandschutzbedarfsplanung der Stadt aus dem Jahr 2018 wurde die Anschaffung für 2024 genannt. Man wolle nun versuchen, andere Finanzierungsmöglichkeiten zu finden, so Sehnert. Mindestens 290.000 Euro müssen nach aktueller Schätzung eingeplant werden.

Auf der Tagesordnung der Gremien war das Thema bereits jetzt gelandet, weil die Fördermittel für Anschaffungen im Jahr 2024 bis Ende März dieses Jahres gestellt werden müssen, heißt es in der Beschlussvorlage.