Freibad Albertine in Harzgerode

Wasser marsch für die neue Badesaison!

Im Freibad laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Trotz Notbremse soll es zum 15. Mai startklar sein.

Von Almut Hartung
Heiko Engler kontrolliert die Messwerte, die automatisch für jedes Becken ermittelt werden, auf den unterirdischen Anzeigen. Foto: Almut Hartung

Harzgerode - Der Rasen ist gemäht, im glasklaren Wasser des Schwimmerbeckens spiegelt sich die Sonne. Schwimmmeister Heiko Engler und seine zwei Mitarbeiter haben schon ganze Arbeit geleistet, um die Becken und Außenanlagen im Freibad Albertine in Harzgerode auf die neue Badesaison vorzubereiten. Seit dem 1. April sind sie bei der Arbeit, am 15. Mai soll alles startklar sein. Es gebe noch einiges zu tun, erklärt Heiko Engler. Das Schwimmer- und das Erlebnisbecken seien inzwischen gesäubert, das Planschbecken und das Rutschbecken seien als nächstes dran. Mit dem Einlassen des frischen Wassers sei es allerdings noch nicht getan.

Mit dem Hochdruckreiniger dem Schmutz beileibe rücken

„Jede Steinplatte am Beckenrand muss gekärchert, jede Fuge gesäubert werden“, erklärt er und zeigt auf Hausmeister Uwe Schachtschabe, der in der sonnengelben Regenjacke den schmutzigen Fugen mit dem Hochdruckreiniger zu Leibe rückt und anschließend den Schmutz zusammen kehrt. Nach der Säuberung würden sie die Palmen und Blumenkästen aus ihrem warmen Winterquartier hinaus auf die sonnenbeschienene Promenade am Imbiss transportieren.

Zum Saisonstart soll auch der Imbiss wieder öffnen. Was die Abstandsregeln angeht, habe die Begrenzung von maximal 450 Personen, die sich gleichzeitig im Bad aufhalten könnten, schon im vergangenen Jahr gut funktioniert und werde wohl auch in diesem Jahr beibehalten werden, so Engler.

Hausmeister Uwe Schachtschabe säubert die Gehwegplatten mit dem Hochdruckreiniger.
(Foto: Almut Hartung)

Neu im Angebot seien in dieser Saison zehn Sonnenliegen, die von den Badenden gemietet werden können, erklärt der Schwimmmeister. Ausgestattet mit Sonnenschirmen, sollen sie auf der Liegewiese zwischen den Umkleidekabinen und dem Beckenrand aufgestellt werden. Damit möchte Heiko Engler auf die auf Nachfrage vieler Besucher aus dem vergangenen Jahr reagieren.

Rutschenmeisterschaft wird wieder ausfallen müssen

Die Rutschenmeisterschaft, die jährlich stattfinde, werde dagegen wohl wieder ausfallen müssen. Damit alles einwandfrei funktioniert, ist Heiko Engler jeden Tag vor Ort und kontrolliert die Anlagen. Unbemerkt von den Badegästen liegen nur wenige Meter unter der Erdoberflächen Rohre, Becken und Messanlagen. Damit das Wasser seine glasklare Färbung bekomme und von einwandfreier Qualität sei, durchlaufe es einen ständigen Reinigungskreislauf und werde in den Filtern jeden Tag 24 Stunden am Stück gereinigt, erklärt Engler.

Chlor und andere Stoffe werden automatisiert zugesetzt; die Daten darüber laufen auf Heiko Englers PC zusammen. Zusätzlich dazu misst er einmal pro Tag an jeder Anlage die Werte per Hand. Damit stelle er sicher, dass die Messanlagen korrekt arbeiten, erklärt er.

Nur selten kann Heiko Engler Besuchern Einblicke in die unterirdischen Gänge gewähren. Durch Corona ist das derzeit nicht möglich. Dabei würde er sich darüber freuen, denn wie viel Arbeit und Zeit tatsächlich in die Vorbereitungen auf die Badesaison flössen, sähen viele der Besucher nicht, sagt er mit Bedauern. „Viele sagen nur: Oh, so viel Eintritt.“ Der liegt derzeit bei fünf Euro pro Erwachsenem und drei Euro für Kinder. (mz)