Spende

Kinder der Kita Frieden in Thale freuen sich über neue Spielzeuge

Eltern und örtliche Betriebe legen rund 2.000 Euro für neue Bagger, Bobby-Cars und Laufräder zusammen. Was sie antreibt.

Von Benjamin Richter
Die Kinder der Kita Frieden haben viel neues Spielzeug. Das freut auch Anja Kühn (hinten v.l.), Annett Kohl und Vereinskassenwartin Daniela Langer.
Die Kinder der Kita Frieden haben viel neues Spielzeug. Das freut auch Anja Kühn (hinten v.l.), Annett Kohl und Vereinskassenwartin Daniela Langer. (Foto: B. Richter)

Thale/MZ - Schon wieder dürfen sich die Kinder der Kita Frieden in Thale über eine große Neuerung in ihrer Einrichtung freuen: Nachdem Anfang Juli bereits der neue Spielplatz mit anspruchsvollen Geräten und viel Platz zum Bewegen und Ausprobieren eröffnet wurde, ist vor Kurzem eine Menge Spielsachen vor der Tür der Kita eingetroffen.

Schubkarren, Schaufeln und Mini-Kipplader, die die Kinder beim Bauen mit Sand gut gebrauchen können, sind darunter, aber auch Bobby-Cars, Puppenwagen, Roller, Laufräder, Fußbälle und die dazu passenden Tore.

Das Spielzeug im Wert von ungefähr 2.000 Euro stellt der Förderverein der Einrichtung zur Verfügung. „Wir wollen unsere Kinder in der Entwicklung unterstützen“, erklärte dazu die Vereinsvorsitzende Anja Kühn. Die Evangelische Stiftung Neinstedt, in deren Trägerschaft sich die Kita seit 2017 befindet, leiste viel, könne sich aber nicht um alles kümmern.

Deshalb brauche es daneben ein starkes Netz aus Eltern, Großeltern, Verwandten und Interessierten, die sich an der Unterstützung der Kinder beteiligten. Eben diese haben nun, zusammen mit einigen ortsansässigen Firmen, auch das Geld für die neuen Spielgeräte zusammengetragen.

„Der Förderverein ist ein Segen für unsere Einrichtung“, hob Annett Kohl, Leiterin der Kita Frieden, hervor. „Es ist schön, dass alle Kinder etwas von der Unterstützung haben.“ Momentan seien die Kinder bei gutem Wetter so oft wie möglich draußen und erkundeten ihr neues, weitläufiges Spielgelände ausgiebig. Was in diesem Zusammenhang sinnvoll für eine kreative Entwicklung sei, habe sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen besprochen - und sich dann einige Spielsachen für die Kinder aussuchen dürfen.

Für den noch jungen Förderverein - die Gründung liegt gerade zwei Jahre zurück (siehe „Ideelle und materielle Hilfe“) - war es laut Kühn das erste große Projekt, das für die Kinder der Einrichtung umgesetzt werden konnte. „Im letzten Jahr war die Arbeit coronabedingt sehr schwer“, wirft die Vereinschefin den Blick zurück.

„Auf spielerische Art werden unsere Kinder mit der englischen Sprache bekannt gemacht und an sie herangeführt.“

Annett Kohl, Leiterin der Kita Frieden in Thale

„Wir wollten zum Beispiel einen Kuchenbasar machen, das ging aber nicht.“ Nun laufe die Vereinsarbeit aber endlich wieder an. In einer Sitzung in diesem Monat würden die Mitglieder besprechen, auf welche Vorhaben sie als Nächstes den Fokus richten wollten, auf welche Weise sie für die Entwicklung der Kinder weiterhin bestmögliche Voraussetzungen schaffen könnten. Das könnten etwa die Unterstützung von Ausflügen oder das Ausrichten von Veranstaltungen sein.

Die Kita Frieden, erläutert Andreas Damm, Referent der Evangelischen Stiftung, arbeite nach dem pädagogischen Konzept des situationsorientierten Ansatzes. „Situationen wahrnehmen, sich für pädagogische Ziele entscheiden, aus Erfahrung lernen und die Arbeit zu reflektieren, ist Grundbestandteil der täglichen Arbeit“, setzt er auseinander. Zur Umsetzung des Konzeptes tragen der Spielplatz und die Spende des vom Finanzamt als gemeinnützig eingestuften Fördervereins demnach im großen Maße bei.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Arbeit liege in der intensiven und frühzeitigen Einführung der englischen Sprache. „Auf spielerische Art werden unsere Kinder mit der englischen Sprache bekannt gemacht und an sie herangeführt“, erklärt Annett Kohl, wovon Piktogramme in den Kita-Räumen ebenso zeugten wie Tischsprüche und auswendig gelernte Gedichte.