Harzgerode

Harzgerode: Stadtinformation bezieht neue Räume im Schloss

Harzgerode - Dunkle Fliesen, gemütliche Holztöne und ganz viel Licht. Die neuen Räume der Stadtinformation Harzgerode im Westflügel des Schlosses überzeugen mit einer einladenden Atmosphäre. Am Tresen werden Besucher zudem mit einem Lächeln begrüßt, denn Gabriele Kühne und Gabriele Henze haben die Arbeit am neuen Standort bereits ...

Von Sabine Herforth 10.05.2017, 07:15

Dunkle Fliesen, gemütliche Holztöne und ganz viel Licht. Die neuen Räume der Stadtinformation Harzgerode im Westflügel des Schlosses überzeugen mit einer einladenden Atmosphäre. Am Tresen werden Besucher zudem mit einem Lächeln begrüßt, denn Gabriele Kühne und Gabriele Henze haben die Arbeit am neuen Standort bereits aufgenommen.

Von dem Umzug in den vergangenen Tagen ist schon jetzt nichts mehr zu sehen. Alle Möbel sind aufgebaut, die Umzugskartons leergeräumt und alle Regale gefüllt, als wäre es nie anders gewesen. Die beiden Mitarbeiterinnen fühlen sich in ihren neuen Büros pudelwohl. „Das ist etwas Besonderes. So eine Stadtinformation hat nicht jeder“, schwärmt Gabriele Kühne.

Die Arbeit, die hinter ihr und ihrer Kollegin liegt, sei deshalb auch schon fast vergessen. Zunächst startete der lange geplante Umzug mit einer Verzögerung. Anfang Mai saßen sie in ihrem bisherigen Quartier am Markt 7 bereits auf gepackten Koffern. Doch weil es am 2. Mai den ganzen Tag regnete, blieb es zunächst dabei. Dafür ging tags drauf alles sehr schnell. „Am Mittwoch hatten wir schon alles drüben“, berichtet Gabriele Kühne.

Das Auspacken und Einrichten dauerte mithilfe der Bauhofmitarbeiter dann auch nicht lang. Allerdings konnte bisher nicht für alles ein Platz gefunden werden. Im Lagerraum herrscht noch etwas Chaos. „Da sind wir aktuell noch am Ordnen“, so Kühne. Aussortiert werden müsse aber fürs erste nichts, ist sie zuversichtlich, dass auch im Westflügel mit etwas Zeit alles seinen Platz finden wird.

Kaum vorstellbare Wandlung

Besonders beeindruckend sind die neu hergerichteten Räume vor allem mit Blick darauf, wie es hier noch vor wenigen Jahren aussah. „Ich kenne das Schloss noch in dem Zustand, wie es vorher war“, erzählt Gabriele Kühne. Damals war kaum vorstellbar, wie es hier einmal aussehen könnte. 2006 gab es erste Sicherungsmaßnahmen im Westflügel. Der hintere Bereich war damals sogar einsturzgefährdet.

Aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten konnte erst sechs Jahre später, 2012, der erste Bauabschnitt zur Bestandssicherung beginnen. Es folgten die Sanierung der Fassade im Innenhof, des Wehrgangs mit Turmdach und schließlich der umfassende Innenausbau.

Sanierung wurde fördert

Finanziert wurden die Abschnitte zunächst aus dem Bund-Länder-Programm zur Städtebauförderung und später dem neuen Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“. Am Sonnabend, dem Tag der Städtebauförderung, 13. Mai, können Besucher nun den sanierten Schlossteil erstmals erkunden.

Um 10 Uhr erfolgt dann die offizielle Übergabe der Räumlichkeiten durch Landrat Martin Skiebe und Bürgermeister Marcus Weise (beide CDU). Danach gibt es die Möglichkeit, an verschiedenen Führungen durch den sanierten Westflügel des Schlosses und die Stadt teilzunehmen. Der Bau- und Kunsthistoriker Olaf Karlson gibt interessierten Besuchern an diesem Tag zudem umfassende Erläuterungen zu Bauuntersuchungen am Schloss und der „Schwarzen Küche“.  (mz)

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Zum Tag der Städtebauförderung wird am 13. Mai auf den Schlosshof eingeladen:

10 Uhr Begrüßung und Eröffnung der neuen Räume durch Landrat Martin Skiebe und Bürgermeister Marcus Weise

10.15 Uhr Willkommensgruß der Kita Regenbogenland

10.30 Uhr Übergabe der Tafeln am Schlossberg

11.30 Uhr Führungen durch den sanierten Westflügel

13 Uhr Stadtspaziergang mit Besichtigung des neuen Bauhofes der Stadt