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"Teilweise echt ätzend" "Grill den Profi" am Sonntag bei Vox: Was Sachsen-Anhalts Sternekoch Robin Pietsch erlebte

Von Tina Schwarz 05.05.2018, 07:54
Der Blankenburger Robin Pietsch (von links) beobachtet die Kochkünste von Franck Matthée, Gesine Cukrowski und Philipp Boy.
Der Blankenburger Robin Pietsch (von links) beobachtet die Kochkünste von Franck Matthée, Gesine Cukrowski und Philipp Boy. MG RTL D/Frank W. Hempel

Wernigerode - Für Sachsen-Anhalts einzigen Sternekoch Robin Pietsch war der Dreh für die Fernsehsendung „Grill den Profi“ eine ganz neue Herausforderung. Zum ersten Mal stand nicht der Küchenchef aus dem Harz vor dem Herd, sondern drei Prominente, die sich in einem Kochduell dem bekannten Sternekoch Nelson Müller stellten.

Doch anstatt den Hobby-Köchen zur Hand zu gehen, durfte Robin Pietsch als deren Coach das Geschehen nur von einem Hochstuhl aus beobachten. Auf dem saß er wie ein Bademeister aus der bekannten Rettungsschwimmer-Serie „Baywatch“ und gab Tipps und Anweisungen.

„Es war teilweise echt ätzend, da oben zu sitzen, wenn unten jemand etwas falsch macht und man ihm nicht helfen kann“, sagt der 29-Jährige, der in der TV-Show den Ex-Kunstturner Philipp Boy (29 Jahre), Schauspielerin Gesine Cukrowski (49) und Hochzeitsplaner Franck Matthée (50) mit seinem Profi-Wissen unterstützte. „Aber alle drei waren echt gut vorbereitet und sehr ehrgeizig“, fügt er hinzu. „So viel musste ich gar nicht helfen.“

Jeder prominente Hobbykoch brachte sein eigenes Gericht mit

Für das Kochduell hatte jeder prominente Hobbykoch sein eigenes Gericht mitgebracht. Gemeinsam mit Robin Pietsch kochten sie jedes Rezept vor der Sendung noch einmal nach. „Wir haben dabei einige Abläufe optimiert, damit sie dann im Kochduell mit Nelson Müller schneller beim Zubereiten sind“, sagt der gebürtige Blankenburger.

Mit dem Beginn der Aufzeichnung wurde der Sternekoch aus dem Harz aber auf einen Hochstuhl verbannt. Nacheinander mussten die Promis zusammen die mitgebrachten Rezepte zubereiten. In der anderen Küche stand der zweifache Restaurantbesitzer und Sternekoch Nelson Müller.

Er bekam am Anfang jeder Grill-Runde die Zutaten von der Moderatorin Ruth Moschner präsentiert. „Das Schwierige für Nelson war, dass er das Gericht der Promis nicht kannte und eine eigene Interpretation aus den Zutaten kochen musste“, sagt Robin Pietsch.

Philipp Boy hatte Zubereitung der Vorspeise geübt

Los ging es mit der Vorspeise von Philipp Boy. Der ehemalige Sportler entschied sich für „Exotisches von der Fjordforelle und der Garnele“. Er verriet, dass er das Zubereiten seines Gerichts zu Hause mehrfach geprobt hatte. Auch sich dabei zu unterhalten, habe er geübt, schließlich stellt Ruth Moschner den kochenden Promis während der Show immer wieder Fragen.

„Ich habe immer versucht, mir die Drucksituationen wie hier im Studio aufzubauen, indem meine Freundin mit mir gesprochen hat“, sagt Philipp Boy. Jeder seiner Handgriffe wurde von Coach Robin Pietsch konzentriert beobachtet, er rief dem ehemaligen Sportler erstaunt zu: „Du schneidest wie ein Profi“.

Schauspielerin wollte unbedingt das Preisgeld gewinnen

Beim Hauptgang ging es mit dem Gericht von Gesine Cukrowski weiter, die Nelson Müller mit „Nudeln mit Chili-Mascarpone-Soße und Zicklein“ fast an den Rand der Verzweiflung brachte. Die Schauspielerin wollte unbedingt das Preisgeld gewinnen. Und das hatte einen Grund: Die Berlinerin engagiert sich für notleidende Menschen in Uganda:

„Durch einen anderen Spielshowgewinn konnte ich den Mädchen dort an einer Secondary School einen wunderbaren Waschraum finanzieren. Als ich jetzt da war, habe ich gesehen: Hinter dem Waschraum sind Toiletten, auf die keiner gehen will“, sagte sie und rief Nelson Müller zu: „Nelson! Ich muss Toiletten bauen!“

Nelson Müller kommt ins Schwitzen

Im letzten Koch-Duell musste eine Nachspeise zubereitet werden. Die wurde von dem TV-Hochzeitsplaner Franck Matthée ausgesucht. Er entschied sich für eine „Tarte Tatin aux poires“ (gestürzter Birnenkuchen).

Nelson Müller kam in der Show mächtig ins Schwitzen. So sehr, dass Ruth Moschner ihm immer wieder zu Hilfe eilen musste und sein Gesicht mit einem Geschirrtuch abtupfte. „Es war aber auch verdammt warm in dem Studio“, erinnert sich Robin Pietsch an den Dreh, der ein paar Wochen zurückliegt.

Nach jedem Gericht musste sich Nelson Müller und das Promi-Team einer dreiköpfigen Jury, bestehend aus Sterneköchin Maria Groß, Sommelier Gerhard Retter und Fußball-Experte Reiner Calmund, stellen. Die Kritiker vergaben Punkte, ohne zu wissen, wer das Gericht zubereitet hatte. Wer gewonnen hat, verrät Robin Pietsch natürlich nicht. „Aber es war sehr knapp.“

Für den gebürtigen Blankenburger war es der erste Auftritt bei „Grill den Profi“, dem Nachfolgeformat von „Grill den Henssler“. Jede Woche stellen sich die Profiköche Roland Trettl, Nelson Müller und Ali Güngörmüs abwechselnd einem Team aus Prominenten. Der Profikoch ist in den einzelnen Grill-Runden auf sich alleine gestellt, während den prominenten Hobby-Köchen Experten zur Seite stehen.

››„Grill den Profi“ mit Robin Pietsch läuft am Sonntag, 6. Mai, ab 20.15 Uhr auf Vox. Die Folge ist danach auch in der Mediathek unter www.tvnow.de abrufbar.

(mz)

Ruth Moschner und Sternekoch Nelson Müller.
Ruth Moschner und Sternekoch Nelson Müller.
MG RTL D/Frank W. Hempel
Robin Pietsch
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