Virus schränkt Leben ein

Coronavirus-Infektionen im Landkreis Harz: Bibliothek und Volkshochschule werden bis 13. April geschlossen

Quedlinburg - Während die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Harz bis Sonntagabend konstant bei vier geblieben ist - ein Paar aus Blankenburg und eines aus Harzgerode sind betroffen -, gibt es weitere Einschränkungen für das tägliche ...

Von Ingo Kugenbuch

Während die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Landkreis Harz bis Sonntagabend konstant bei vier geblieben ist - ein Paar aus Blankenburg und eines aus Harzgerode sind betroffen -, gibt es weitere Einschränkungen für das tägliche Leben.

So bleiben ab sofort in ganz Sachsen-Anhalt die Schulen und Kindereinrichtungen geschlossen. Es soll eine Notbetreuung etwa für Kinder von medizinischem Personal geben. Ob und wie das funktioniert, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Die Kreisvolkshochschule Harz unterbricht wegen der Corona-Epidemie ihren Unterrichtsbetrieb bis einschließlich Montag, 13. April - dem Ende der Osterferien. Dies gelte für alle Kurse und Einzelveranstaltungen in den Unterrichtsstätten, dazu gehören auch Turn- und Schwimmhallen.

Auch die Ausleihe der Kreisbibliothek Harz bleibt in diesem Zeitraum geschlossen. Alle Veranstaltungen der Kreisbibliothek, wie Lesungen und Vorträge, fallen aus.

Kreisvolkshochschule Harz bleibt  bis zum 13. April geschlossen

Wie angekündigt gilt für alle Kliniken, Stationen und Bereiche des Harzklinikums ab sofort ein generelles Besuchsverbot. Unterdessen schlägt die Osterwiecker Hausarztpraxis von Angela Greulich und Rolf Reddemann ihren niedergelassenen Kollegen ein besonderes Prozedere bei der Testung möglicher Sars-CoV-2-Verdachtsfälle vor.

„Wir versuchen in Osterwieck alles Mögliche zu tun, um weiterhin arbeitsfähig zu bleiben und uns und unsere Patienten zu schützen“, schreiben sie in einer Mail, in der sie ihren Selbsttest vorstellen. Um ohne Kontakt zum Patienten - und damit auch gefahrlos - auf das Virus testen zu können, empfehlen sie folgendes Vorgehen:

Der Patient meldet sich in der Praxis, und falls die Schwester zum Schluss kommt, dass ein Test nötig ist, „wird sie den Patienten bitten, einen Angehörigen zu schicken, der wiederum aus unserer Box vor der Praxis ein bereits mit dem Patientennamen beklebtes Röhrchen in einer Labortüte samt Anleitung findet“.

Nachdem der Patient mit einem Wattetupfer einen Abstrich von der Wangenschleimhaut genommen hat, bringt dessen Angehöriger das Röhrchen in einer verschlossenen Tüte wieder zurück zur Praxis und legt es in der Box ab. Nun kann die Probe gefahrlos zum Test an das Labor gesendet werden. (mz)