Alte Elementarschule

Alte Elementarschule Gernrode: Neue Vitrinen - VHS-Bildungswerk Quedlinburg hilft Kulturverein

Gernrode - Der Kulturverein „Andreas Popperodt“ in Gernrode hat dank des VHS-Bildungswerks in Quedlinburg neue Vitrinen für Ausstellungen in der Alten Elementarschule.

Mit einem „oh!“ kommentieren die Teilnehmer eines Projekts des VHS-Bildungswerks in Quedlinburg das Aufleuchten kleiner LED-Lampen in einer der Vitrinen, die sie für den Kulturverein „Andreas Popperodt“ in Gernrode gebaut haben. Vereinsvorsitzender Manfred Kaßebaum hat ihnen gezeigt, wie die Ausstellungstische noch weiter verfeinert werden sollen, die für Ausstellungen in der Alten Elementarschule dienen.

Doch auch ohne Beleuchtung sind die Vitrinen ein großes Geschenk für den Verein, der damit einen „attraktiven und ansprechenden Rahmen“ für die Präsentation der vielen Ausstellungsstücke bekommen hat, die über das Jahr präsentiert werden, so Kaßebaum. Mehr als ein halbes Dutzend wechselnder Ausstellungen zeigt der Verein, der die Vitrinen schon in seiner aktuellen Schau über Gernrode nutzt. Dass sie aus Holz sind, sei für die alte Schule von Vorteil. Und auch, dass sie abschließbar sind, wie Vereinsmitglieder betonen. So können darin im Rahmen der aktuellen Ausstellung dokumentarische Schülerarbeiten aufbewahrt werden, die sich schon beinahe als historische Zeugnisse werten lassen.

„Das hat man nicht alle Tage“

„Auf dem freien Markt hätten wir das nie finanzieren können“, so Kaßebaum. Deshalb sei man froh über das Projekt des VHS-Bildungswerks. Der Vereinsvorstand habe beschlossen, es mit 200 Euro zu unterstützen. Darüber hinaus bedankte sich der Verein bei den Teilnehmern, die aus Quedlinburg und Gernrode kommen, mit einem gemeinsamen Frühstück und einer historischen Unterrichtsstunde, für die Gabriele Schober in ein Kostüm schlüpfte.

„Das hat man nicht alle Tage“, sagt Christine Drescher, die stellvertretende Leiterin des Aus- und Weiterbildungszentrums in Quedlinburg. Das Projekt sei bereits im August abgeschlossen und ohne Förderung der Koba nicht möglich gewesen. Man sei auch „froh, wenn wir Auftraggeber finden, wo es 100 Prozent passt. Es ist eine dankbare Sache, für jemanden etwas zu tun, der es sich sonst nicht leisten kann.“ Dennoch bleibe es immer ein Spagat, um Firmen in der freien Wirtschaft keine Aufträge wegzunehmen.

„Für die Teilnehmer ist das immer eine besondere Erfahrung“, sagt Drescher. Sie kämen aus artfremden Berufen und müssten deswegen angeleitet werden. Oft seien sie erstaunt, was sie leisten können.

Auf der Suche nach neuen Projekten

Jedes Jahr im Herbst beginnt beim Bildungsträger in Quedlinburg die Suche nach neuen gemeinnützigen Projekten. „Die Kommunen haben viel zu tun und wenig Geld“, sagt Christine Drescher zum Hintergrund. Die Entscheidung, welche Vorhaben umgesetzt werden, treffe man in Abstimmung mit der Kommunalen Beschäftigungsagentur (Koba) Harz. Oft werden dann Spielplätze wieder auf Vordermann gebracht. In Bad Suderode seien Bänke rund um den Felsenkeller aufgearbeitet worden, ebenso im Landschaftspark Degenershausen. Im Schloss Ballenstedt hatten Teilnehmer eines Projektes historische Möbel aufgearbeitet.

Auch der Gernröder Kulturverein hat schon von solchen Maßnahmen profitiert, erzählt Kaßebaum. Auf diese Weise hätte man Schuluniformen für die Alte Elementarschule bekommen, auch die Schilder für den Kulturlehrpfad in Gernrode seien so entstanden. (mz)