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Kirchen in Mitteldeutschland Was tun mit den leeren Kirchen?

Die großen Kirchen haben ein Problem: zu viele Gotteshäuser bei zu wenigen Mitgliedern. Der Erhalt der zumeist denkmalgeschützten Gebäude kostet viel Geld.

Von Anja Falgowski 13.02.2026, 10:34
Die Kirche St. Johannes Baptist in Magdeburg wird jetzt kulturell genutzt.
Die Kirche St. Johannes Baptist in Magdeburg wird jetzt kulturell genutzt. (Foto: Konstantin Kraft)

Halle/Magdeburg/MZ - Die Kirchen haben Probleme. Sowohl die evangelische als auch die katholische, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa: sinkende Mitgliederzahlen und demgegenüber Kirchengebäude, die es zu bewahren gilt. „99 Prozent der Gebäude in unserem Gebiet stehen unter Denkmalschutz“, sagt Barbara Perlich-Nitz, Projektmitarbeiterin beim Landeskirchenamt in Erfurt. Die Bauforscherin ist seit gut drei Jahren dafür mitverantwortlich, die Gebäudekonzeption der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) umzusetzen. Und sie nennt Zahlen: Um 1900 habe es auf dem Gebiet der heutigen EKM etwa 4.000 evangelische Kirchengebäude gegeben, es gab 4,8 Millionen evangelische Christen. Heute gebe es immer noch 3.900 Gebäude, aber nur noch 570.000 Kirchenmitglieder.