Hochwasser in Bernburg

Hochwasser in Bernburg: Angst vor dem Rückstau

BERNBURG/MZ/dpa - Ein Rückstau des Hochwassers am Zusammenfluss von Saale und Elbe könnte die Lage im Salzlandkreis verschärfen. Das Wasser der Saale laufe nicht so in die anschwellende Elbe ab wie prognostiziert, sagte gestern ein Sprecher des Katastrophenschutzstabes. Drohende Dammbrüche oder aufgeweichte Deiche sind bisher aber nicht gemeldet worden. In Bernburg stagnierte der Pegel bis am Abend auf hohem Niveau - etwa 60 Zentimeter über dem bisherigen Rekord. Bisher ist laut Krisenstab nicht abzusehen, wie sich der Rückstau von der Elbe weiter ...

Von torsten adam 07.06.2013, 07:18

Ein Rückstau des Hochwassers am Zusammenfluss von Saale und Elbe könnte die Lage im Salzlandkreis verschärfen. Das Wasser der Saale laufe nicht so in die anschwellende Elbe ab wie prognostiziert, sagte gestern ein Sprecher des Katastrophenschutzstabes. Drohende Dammbrüche oder aufgeweichte Deiche sind bisher aber nicht gemeldet worden. In Bernburg stagnierte der Pegel bis am Abend auf hohem Niveau - etwa 60 Zentimeter über dem bisherigen Rekord. Bisher ist laut Krisenstab nicht abzusehen, wie sich der Rückstau von der Elbe weiter auswirkt.

In die Talstadt von Bernburg strömten seit der Nacht zum Donnerstag die braunen Fluten aus dem alten Flussbett der Saale ein. Rettungskräfte versuchten fieberhaft, das Wasser zurückzupumpen. Dennoch stand es in einigen Straßen teilweise hüfthoch. Punktuell waren Stromabschaltungen notwendig, Zwangsräumungen gab es indes nicht. Die Flutbrücke als letzte befahrbare Brücke in der Talstadt musste am Morgen gesperrt werden. Am Abend wurden Paletten verlegt, damit die Talstadt trockenen Fußes durchquert werden kann. Zum Problem wird das steigende Grundwasser, das durch zahlreiche Hauskeller drückt.

Aus dem völlig überschwemmten Tiergarten wurden derweil die Lamas evakuiert. Ansonsten sei die Lage dort jetzt unter Kontrolle. „Mir sind keine weiteren Tierverluste bekannt“, sagte Roland Reichelt, Geschäftsführer der Freizeit GmbH. Bisher ist der Tod von sieben Hirschen zu beklagen.