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Grausame Grenze im Westen Der Zaunfall im Harz - Die verspätete Befreiung

In Berlin war die Mauer schon gefallen, doch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg wichen die Hürden nicht so schnell. Bis zur Befreiung des Brockens dauerte es noch fast einen Monat.

Von Steffen Könau 09.11.2024, 09:00
An der Elbe direkt neben der früheren Grenze bei Lenzen hat einer von ehemals mehr als 400 Grenzwachtürmen überlebt.
An der Elbe direkt neben der früheren Grenze bei Lenzen hat einer von ehemals mehr als 400 Grenzwachtürmen überlebt. Foto: Steffen Könau

Sorge/MZ. - Beben von Berlin, es ließ den Boden an der Westgrenze der DDR nur ganz leicht erzittern. 150 Kilometer westlich der DDR-Hauptstadt sind die Ereignisse der Nacht des 9. November 1989 nur als Nachhall zu spüren. Von Sonneberg über Walkenried bis Kalkhorst, weiter nach Bleckede und hoch an die Ostsee in der Nähe von Boltenhagen gibt es niemanden, der nicht im Fernsehen miterlebt hat, wie die Mauer fiel, die Menschen in den Westteil Berlins strömten und das über fast 30 Jahre hinweg aufgebaute Grenzregime in wenigen Stunden zusammenbrach.