Kritik am Bauprojekt

Neue Heizung im Volkshaus Taucha sorgt für Zoff

Von Tobias Schlegel
Bauarbeiten Volkshaus Taucha - Archivbild
Bauarbeiten Volkshaus Taucha - Archivbild (Foto: Schlegel)

Taucha/MZ - Der Festsaal im Volkshaus in Taucha soll eine Fußbodenheizung bekommen. Damit soll verhindert werden, dass das Parkett erneut nass und beschädigt wird, wie Hohenmölsens Bürgermeister Andy Haugk (parteilos) jüngst im Bauausschuss erklärte.

Zum Hintergrund: Im Rahmen der laufenden Sanierung des Volkshauses wurden Dellen im Parkett entdeckt, die durch Nässe entstanden waren. „Die Situation im Festsaal war uns so nicht bekannt und eine umfangreiche Sanierung nicht angedacht“, sagte die stellvertretende Bauamtsleiterin Christine Iser in dem Ausschuss. Ursache für die Feuchtigkeitsschäden war, dass in dem Raum in der Vergangenheit nicht richtig geheizt wurde und das Parkett von Grund auf nicht ordentlich verbaut worden war.

Die Folge ist, dass das Parkett nun komplett erneuert werden muss: Für rund 60.000 Euro. Zudem wurden Feuchtigkeitsschäden und Schimmel an den Wänden entdeckt. Insgesamt kostet die Sanierung des Volkshauses nun knapp 200.000 Euro mehr als veranschlagt.

„Technisch ist das für mich keine gute Lösung“

Rund 35.000 Euro will die Stadt dabei für eine Fußbodenheizung im Saal ausgeben, um für eine bessere Isolierung des Parketts durch eine Wärmedämmung zu sorgen. Dies wurde der Stadt von einem Gutachter empfohlen, wie Christine Iser sagte.

Doch nicht bei jedem kommt die Idee der Fußbodenheizung gut an. „Technisch ist das für mich keine gute Lösung“, meinte der Ausschussvorsitzende Michael Braun (CDU). Seiner Meinung nach werde der Saal nur sporadisch drei- bis viermal im Jahr genutzt. Dafür lohne sich eine Fußbodenheizung nicht, weil diese länger zum heizen braucht. „Es müsste dann immer drei oder vier Tage vor der Veranstaltung angefangen werden zu heizen“, so Braun. Was ihn außerdem ärgert: „Ich habe schon oft angesprochen und gemahnt, dass solche Sachen vorher mit dem Fachausschuss besprochen werden sollten und nicht erst hinterher“, kritisierte Braun die Verwaltung.

Dem entgegnete Haugk, dass zwar nicht mit den Ausschussmitgliedern über die Fußbodenheizung beraten wurde, wohl aber mit den an der Volkshaussanierung beteiligten Ingenieurbüros. Zudem werde der Festsaal viel öfter genutzt als ein paar Mal im Jahr, nämlich mehrmals die Woche. Zumal es in dem Saal neben der Fußbodenheizung noch eine Raumheizung geben wird. Die Fußbodenheizung soll die Grundwärme für den Saal liefern. Bei Bedarf könne dann noch zusätzlich mit der Raumheizung für mehr Wärme gesorgt werden, erklärte der Hohenmölsener Rathauschef.