Landesweingut

Landesweingut : Wechsel auf Chefsessel in Saalhäusern

Bad Kösen - Das Landesweingut Kloster Pforta hat einen neuen Geschäftsführer. Vermutlich ab 1. Februar wird Bastian Remkes aus Großbottwar (Baden-Württemberg) den bislang immer wieder vakanten Chefsessel-Posten einnehmen. Der 52-Jährige, bis dato Chef der Bottwartaler Winzergenossenschaft, folgt auf Fritz Schumann, der eigentlich schon längst im Ruhestand sein wollte, aber im Juni für Björn Probst eingesprungen war. Dieser hatte das Unternehmen nur eineinhalb Jahre geleitet, dann aber plötzlich gekündigt. Zuvor führte Schumann das Landesweingut seit 2014, blieb aber als Projektverantwortlicher für den Neubau des Unternehmens diesem stets verbunden. Am Donnerstag hatte der Vorstand der Landgesellschaft, Mutterbetrieb des Landesweingutes, über die Personalie ...

Von Michael Heise 02.12.2019, 15:00

Das Landesweingut Kloster Pforta hat einen neuen Geschäftsführer. Vermutlich ab 1. Februar wird Bastian Remkes aus Großbottwar (Baden-Württemberg) den bislang immer wieder vakanten Chefsessel-Posten einnehmen. Der 52-Jährige, bis dato Chef der Bottwartaler Winzergenossenschaft, folgt auf Fritz Schumann, der eigentlich schon längst im Ruhestand sein wollte, aber im Juni für Björn Probst eingesprungen war. Dieser hatte das Unternehmen nur eineinhalb Jahre geleitet, dann aber plötzlich gekündigt. Zuvor führte Schumann das Landesweingut seit 2014, blieb aber als Projektverantwortlicher für den Neubau des Unternehmens diesem stets verbunden. Am Donnerstag hatte der Vorstand der Landgesellschaft, Mutterbetrieb des Landesweingutes, über die Personalie entschieden.

Der Neubau wird auch die größte Herausforderung für den neuen Landesweingutschef sein. Nach dem Desaster in Schulpforte, wo das Unternehmen hinter Klostermauern zurück zu den Wurzeln kehren und komplett neu entstehen sollte, aber an einer Fehlplanung zur Bodenuntersuchung gescheitert war, soll sich der Betrieb nun am aktuellen Standort in den Bad Kösener Saalhäusern neu erfinden.

Beschlossen hatten das im September die Aufsichtsräte von Landesweingut und Landgesellschaft. Sie waren damit abgekehrt von der Position, dass die Saalhäuser keine Perspektive für das Unternehmen bieten könnten - des beengten Platzes und der schlechten Verkehrsanbindung wegen, vor allem aber geschuldet der Hochwassergefahr durch die Saale. Eine Umgestaltung und Anhebung des Geländes durch eine Verlagerung zur Bergseite hin und ein Ausbau der Zufahrt sollen nun die Zukunft sichern.

Zu den Kosten des Neubaus machen die Projektverantwortlichen keine Angaben. Gerechnet wird mit einer zweijährigen Planung, die 2023er Lese soll bereits im neuen Objekt verarbeitet werden. Das Landesweingut Kloster Pforta bedient sich dabei jenes Architektenbüros aus Berlin, das bereits den internationalen Wettbewerb für den Neubau in Schulpforte gewonnen hatte.