Hochwasser in Burgenlandkreis

Hochwasser in Burgenlandkreis: Seenlandschaft am Stadion

Zeitz/MZ - Das Hochwasser, welches aktuell ganz Mitteldeutschland in Atem hält, verschont natürlich auch die Sportstätten des Burgenlandkreises entlang der Weißen Elster nicht. In vielen Ortschaften verwandelten sich Fußballplätze oder Stadien in Teiche, und Vereinsgebäude liefen voll Wasser. Der Schaden ist von den betroffenen Vereinen meist noch nicht annähernd absehbar. Die MZ hörte sich in der Region Zeitz um, wer denn am meisten unter dem Hochwasser zu leiden ...

Von Joachim Beyer Tobias Heyner 04.06.2013, 18:20

Das Hochwasser, welches aktuell ganz Mitteldeutschland in Atem hält, verschont natürlich auch die Sportstätten des Burgenlandkreises entlang der Weißen Elster nicht. In vielen Ortschaften verwandelten sich Fußballplätze oder Stadien in Teiche, und Vereinsgebäude liefen voll Wasser. Der Schaden ist von den betroffenen Vereinen meist noch nicht annähernd absehbar. Die MZ hörte sich in der Region Zeitz um, wer denn am meisten unter dem Hochwasser zu leiden habe.

Betroffen ist auch das Thälmannstadion. Das Wasser hatte in der Nacht von Sonntag zu Montag die messbaren Pegelstände überschritten und war ins Stadion eingetreten. Schon seit Samstag ist die Tiergartenstraße, welche zum Stadion führt, für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Der 1. Vorsitzende des 1. FC Zeitz, Hajo Bartlau, informierte, dass die Spielfelder überflutet seien. „Trainingsbetrieb und Wettkämpfe sind dort gegenwärtig nicht möglich“, sagte Bartlau. Das Wasser stehe einen halben Meter hoch auf den drei Spielplätzen. Ein erneut harter Schlag nach dem Brand in der Kegelanlage von Chemie Zeitz im vergangenen Jahr. Der 46-Jährige teilte mit, dass die 1. Männermannschaft am Mittwoch im Puschendorfstadion ab 18.30 Uhr ersatzweise trainieren dürfe. Das letzte Saison-Punktspiel der Fußball-Landesklasse, Staffel 6, das Zeitz als Heimmannschaft gegen SV Spora vorsah, konnte bereits gedreht werden - findet aus Sicht der Zeitzer nun auswärts statt. „Wir sehen es nicht als Problem an, das Spiel in Nißma auszutragen“, so Bartlau.

Auch für die Nachwuchsmannschaften des Clubs soll und müsse schnell eine Lösung für Training und Wettkampf gefunden werden. Lothar Pietsch ist Vizepräsident des Kreisfachverbandes Fußball im Wettkampfbetrieb. Er teilte mit: „Wir haben auf die derzeitige Hochwasserlage reagiert. Die Spieltage 25 und 26 werden auf den 15. und 22./23. Juni, verlegt. Am 22. Juni kann nur ab 11 Uhr gespielt werden, da am Nachmittag Kreispokal-Endspiele stattfinden. Die Vereine werden von den Staffelleitern der Kreisliga, Staffel 3 und die Kreisklasse, Staffel IV, noch informiert.“ Alle am vergangenen Wochenende ausgefallenen Punktspiele sollen an diesem Samstag nachgeholt werden.

Das Schicksal des 1. FC Zeitz teilt auch die Privilegierte Schützengilde Zeitz. „Unsere Schießanlage im Tiergarten ist aktuell nicht begehbar, wir können das Ausmaß der Schäden noch nicht abschätzen“, sagte der 1. Schützenmeister Edwin Pitzschler. Zwar habe man die technischen Anlagen nach dem letzten Hochwasser höher gebaut, aber mit solch einem Pegel habe keiner gerechnet. Neben zu erwartenden Schäden belasten den Verein auch die finanziellen Einbußen, wegen dem ausfallendem Schießbetrieb. „Wir mussten schon mehreren Gastvereinen absagen“, so Pitzschler.

Bei Aufbau Zeitz wiederum, die am Wochenende noch auf ihrer Kegelanlage in der Naumburger Straße ihr großes Vereinsjubiläum samt Freundschaftsturnier feierten, herrscht derzeit absolute Ungewissheit: „Die Zufahrtswege sind alle überschwemmt und gesperrt - wir haben keine Ahnung, wie es dort momentan aussieht“, sagte Kegel-Spartenleiter Peter Idaszek.