Volksbank Zeitz

Volksbank Zeitz: Ja-Wort zur Fusion mit Halle

Alttröglitz/Zeitz - Die Volks- und Raiffeisenbank (VR) Zeitz und die Volksbank Halle sollen fusionieren. Dafür hat sich am späten Mittwochabend die Generalversammlung der VR-Bank ausgesprochen. Von den 268 abgegebenen Stimmen waren 94 Prozent für die Verschmelzung. Die Versammlung hat im Saal des Hyzet Kultur- und Kongresszentrums ...

Von Torsten Gerbank 02.06.2016, 15:00

Die Volks- und Raiffeisenbank (VR) Zeitz und die Volksbank Halle sollen fusionieren. Dafür hat sich am späten Mittwochabend die Generalversammlung der VR-Bank ausgesprochen. Von den 268 abgegebenen Stimmen waren 94 Prozent für die Verschmelzung. Die Versammlung hat im Saal des Hyzet Kultur- und Kongresszentrums stattgefunden.

Stimmt die Vertreterversammlung der Volksbank Halle kommenden Montag ebenso für das Zusammengehen, dann tritt die Verschmelzung der beiden Bankhäuser rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft. Mit der Fusion würde laut Sascha Gläßer, Vorstand der VR-Bank Zeitz, die zweitgrößte Volksbank in Sachsen-Anhalt entstehen - mit einer Bilanzsumme von rund 700 Millionen Euro, mit rund 120.000 Kunden und 30.000 Mitgliedern.

Keine Änderung im Geschäftsverkehr

Der Name der Bank wird Volksbank Halle sein. Das Zeitzer Haus wird als Niederlassung geführt unter der regionalen Bezeichnung Volksbank Zeitz. Im Geschäftsverkehr für die Kunden ändert sich nichts. Notwendig war die Fusion laut Bank aus mehreren Gründen. So müsse zum Beispiel auf die stetig sinkende Bevölkerungszahl reagiert werden und darauf, dass das Zinsniveau am Boden ist und auf immer weiter fortschreitende Digitalisierung. Gläßer sagte zudem: „Wir sind nicht in der Krise, wir müssen aber vorsorgen, dass wir da nicht hinkommen.“

Für Geschäftskunden wären mit dem größeren Bankhaus höhere Kredite möglich. Mitglieder werden künftig goldene EC-Karten bekommen, die bei Vertragspartnern Rabatte von fünf bis 15 Prozent ermöglichen. Auch nach der Fusion wird das Zeitzer Haus laut Gläßer künftige Projekte vor Ort unterstützen. Der Erlös des Gewinnsparens beispielsweise wird demnach auch in der Zukunft an hiesige Vereinen ausgezahlt.

Erfolgreiches 2015

Vor dem Fusionsbeschluss wurde allerdings Bilanz gezogen. Vorstand Jan Röder stellte fest, dass das Jahr 2015 für das Zeitzer Haus ein erfolgreiches war. Die Bilanzsumme wurde um 2,1 auf 99,9 Millionen Euro gesteigert. Die gesamten Kundeneinlagen, die bei Verbundpartnern mit eingerechnet, stiegen um fünf Prozent auf 105,4 Millionen Euro.

Dem Haus bleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von 50.000 Euro, von denen 37.638 Euro als Dividende an die 2.000 Mitglieder gezahlt werden. Die Dividende in Höhe von drei Prozent soll am heutigen Freitag den Konten gutgeschrieben werden. (mz)

Im Internet: www.vrbankzeitz.de, www.vbhalle.de