Fundstück aus der Zeitzer Geschichte Einziges Relikt der Zeitzer Domfreiheit befindet sich in der Stadtmauer an der Freiheit
Woher die Tür in der Zeitzer Stadtmauer in der Freiheit wirklich stammt, ist ein interessantes Stück Stadtgeschichte.

Zeitz/MZ/AND/PW. - Eine Tür in der Stadtmauer in der Freiheit von Zeitz erzählt eine Geschichte. Ein Stück Stadtgeschichte.
Denn die Tür kommt aus einem anderen Stadtteil und fand hier in der innenstadtnahen Zeitzer Stadtmauer einen neuen Platz. Alles, was einst um sie herum war, ist lange verschwunden. Doch auch die Tür hält die Erinnerung daran wach. Wenn man weiß, woher sie kommt.
Die Holztür gehört ursprünglich gar nicht in die Freiheit, sie ist sozusagen das einzige Relikt, das vom einstigen Kuriengrundstück Domherrenstraße 6 erhalten geblieben ist. Da war sie Teil einer großen Tordurchfahrt, hinter der sich ein beeindruckender Hof mit mittelalterlichem Charme verbarg.
Vor genau 50 Jahren wurden die großen Häuser Domherrenstraße 5, 5a und 6 gegenüber der Hauptpost durch Abbruch vollständig beseitigt. Der umfangreiche Flächenabbruch hat tief in das Altstadtbild eingegriffen. In den darauffolgenden zwanzig Jahren wurde das Bild von einem unbefestigten Parkplatz bestimmt. 1996 kam es zur Errichtung des Brühl-Centers mit Kino. Was nicht unumstritten war, denn schließlich wurde hier ein „moderner Zweckbau“ im ältesten Stadtteil gebaut.
Vermutlich lässt sich einiges über die Geschichte dieser bedeutenden Häuser in der Nähe von Schloss Moritzburg zusammentragen. Dazu gehört auch das Verschwinden der schönsten Zeitzer Haustür. Sie war eine besondere Zierde des Hauses von Karl Topschall in der Domherrenstraße 5. Denn sie fand leider keinen neuen Platz irgendwo in der Zeitzer Stadtmauer.