Vulkan lässt Stadt erbeben Magische Gondelfahrt mit Vulkanausbruch durch den Wörlitzer Park
Der „Vesuv“ auf der Insel Stein im Wörlitzer Park wird zum Ausbruch gebracht. Was es zu erleben gibt.

Wörlitz/MZ. - Am Wochenende hallte ein Grollen durch Wörlitz. Dies ist ein Zeichen, dass der Vulkan auf der Insel Stein kurz vor dem Ausbruch steht. Seit gut 230 Jahren thront der Vulkan als kleine Kopie des Vesuv samt Nachbildung des Golfs von Neapel an dieser exponierten Stelle im Gartenreich von Fürst Franz.

Und so zog auch in diesem Jahr die bevorstehende Eruption, die durch Professor Wolfgang Spyra, Professor Harald Meller und Uwe Quilitzsch inszeniert wurde, zahlreiche Gäste in den Wörlitzer Park.

Als die Gondeln 15 Uhr ablegten, waren selbige voll besetzt mit Besuchern, auf die ein besonderer Nachmittag und Abend wartete. Bestens versorgt vom Hotel „Zum Stein“ ging es auf eine Tour wasserseitig durch den Park. Unterwegs erwarteten die Gäste verschiedene künstlerische Leckerbissen. Der „Rufer von der Roseninsel“ sprach zeitgenössische Texte über Wörlitz. Am „Kleinen Walloch“ konnte man dem Gespräch von Venus und Volkanos lauschen. Von der Insel der Totenerinnerung erklang Musik: Sopran und Streichertrio des „Concert du Soleil“.

Angekommen an der Insel Stein wurden die Gondler, unter ihnen auch Ministerpräsident Reiner Haseloff, von Lady Hamilton alias Ilka Sieler erwartet, die mit fünf Attitüden die Zuschauer im Amphitheater begeisterte. Dann, 21 Uhr, die blaue Stunde war heran, die Gondeln samt Gästen lagen vor der Insel, kam es zur Eruption. In sechs Stufen steigerte sich der Ausbruch des Vesuvs. Von einzelnen kurzen Erschütterungen bis zum explosiven Ausbruch. Dabei wurden die pyrotechnischen Visualisierungen so gekonnt mit Tönen untersetzt, dass man meinen konnte, der Vulkan bricht tatsächlich aus. Was mit viel Applaus honoriert wurde.
Besonders interessant war, wie sich der Lavastrom über die kleine Landzunge hinwegarbeitete. Nach einer guten halben Stunde beruhigte sich der Wörlitzer Vesuv wieder und die Zuschauer traten nach diesem atemberaubenden Erlebnis die Heimreise an.