Corona-Pandemie

Impfzentrum in Wittenberg verlängert Öffnungszeit

Mediziner werben für die Impfung. Wie das Zentrum jetzt geöffnet hat.

Von Carla Hanus
Werben fürs Impfen: Frank Volkert, Ärztlicher Direktor, Amtsärztin
 Susanne Göbel, Elisabeth Rahn, 
organisatorische Leiterin des Impfzentrums, Landrat Christian Tylsch und Professor Franz X. Kleber, stellvertretender ärztlicher Direktor im Paul Gerhardt Stift.
Werben fürs Impfen: Frank Volkert, Ärztlicher Direktor, Amtsärztin Susanne Göbel, Elisabeth Rahn, organisatorische Leiterin des Impfzentrums, Landrat Christian Tylsch und Professor Franz X. Kleber, stellvertretender ärztlicher Direktor im Paul Gerhardt Stift. (Foto: PGST/Pötzsch)

Wittenberg - Nach der After-Work-Impfaktion am Montag, für die das Impfzentrum Mittelfeld bis 21 Uhr geöffnet hatte, wird es veränderte Zeiten geben. „Der Montagtermin ist angenommen worden“, erklärte dazu Pressesprecher Ronald Gauert. In der Mehrzahl seien es aber Bürger gewesen, die ihre Zweitimpfung zeitlich etwas vorziehen wollten.

„Wir wollen deshalb unser Angebot anders strukturieren“, resümierte Gauert, um doch noch mehr Menschen zu erreichen, die bisher noch gar keinen Termin hatten. Das Impfzentrum in der Turnhalle am Berufsschulzentrum werde deshalb samstags von 8 bis 14 Uhr Impfwilligen offen stehen. Zudem hat dienstags und donnerstags das Impfzentrum statt bisher bis 15.30 Uhr nun bis 18 Uhr geöffnet.

Hohes Risiko

Vor allem das Risiko für die noch nicht oder noch nicht vollständig geimpften Menschen sei weiterhin hoch. Das schätzte Amtsärztin Susanne Göbel vor wenigen Tagen bei einem Treffen mit dem ärztlichen Direktor und dessen Stellvertreter vom Paul-Gerhardt-Stift, Frank Volkert und Franz X. Kleber, sowie mit Landrat Christian Tylsch ein.

Die inzwischen deutschlandweit dominante Delta-Variante nehme bereits einen Anteil von 59 Prozent aller SARS-CoV2-Infektionen ein und sei auch schon bei einem Patienten in Wittenberg nachgewiesen. „Die Infektionen treten vor allem bei Menschen im erwerbsfähigen Alter auf – nicht zuletzt deshalb, weil hier die Impfquote noch relativ gering ist.

Deshalb müssen wir die Bevölkerung motivieren, sich jetzt impfen zu lassen und so nicht nur sich selbst, sondern auch die Mitmenschen zu schützen“, betonte Dr. Volkert. „Je mehr Menschen geimpft sind, umso größer ist unsere Chance, die 4. Welle schon am Beginn zu brechen“, ergänzte Professor Kleber.

Leichter zugänglich

Deshalb gelte es jetzt, die Impfangebote noch leichter zugänglich zu machen – vor allem für Berufstätige, schlussfolgerte Landrat Tylsch. Die Impfung ohne Termin sei ein Schritt in diese Richtung, die veränderten Öffnungszeiten ein weiterer. Der Landkreis liegt noch einige Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt bei den vollständig geimpften Menschen. „Ich bin mir sicher, dass die neuen flexibleren Angebote dazu beitragen, dass wir diese Quote steigern können“, fügte Tylsch an.

Fragen zur Impfung werden beantwortet am Corona-Bürgertelefon 03491/479479. Es ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 15 Uhr sowie Freitag von 8 bis 12 Uhr besetzt. (mz)