Bahn-Baustelle Berlin-Wittenberg

Bahn-Baustelle Berlin-Wittenberg: Pendlern stehen ab Oktober harte Zeiten bevor

Wittenberg/Berlin - Pendlern stehen ab Oktober harte Zeiten im Zugverkehr bevor.

Von Irina Steinmann

Nur etwas weniger schlimm als seitens der Pendler befürchtet wird im Herbst der Schienenersatzverkehr auf der Strecke zwischen Wittenberg und Berlin ausfallen. Wie erstmals im Februar 2019 bekannt geworden war, wird die Deutsche Bahn AG die Zugverbindung zwischen dem 5. Oktober und 12. Dezember komplett kappen.

Grund sind umfangreiche Bahnbauarbeiten südlich von Berlin, weshalb die ICE über Dessau umgeleitet werden und die Regionalzüge entfallen. Dass es zwischen Berlin und Wittenberg eine einzige Tagesrandverbindung unter zwei Stunden (1:56) mit Umsteigen in Dessau geben würde, ist seit längerem bekannt.

Dem elektronischen Fahrplan ist jetzt aber auch zu entnehmen, dass es außerdem eine direkte Busverbindung zwischen Wittenberg und Berlin-Südkreuz geben wird. Mit laut Plan exakt zwei Stunden ist sie um einiges schneller und komfortabler als die bisher bekannten Alternativen während der mehr als zweimonatigen Sperrzeit, mit denen man sonst locker an die drei Stunden und/oder mit Umsteigen unterwegs ist - also fast sechsmal so lange wie üblich, legt man die ICE-Fahrzeit Wittenberg - Berlin-Südkreuz zugrunde, die normalerweise 33 oder 34 Minuten beträgt.

Auch in die Hauptstadt gibt es am Morgen und dann wieder gegen Feierabend die genannten Direktbusse zum Südkreuz sowie die eine oder andere „nur“ gut zwei Stunden dauernde und mit Umsteigen verbundene ICE-Verbindung.

Etwas weniger schlecht haben es in dem genannten Zeitraum die Zugreisenden zwischen Wittenberg und Leipzig/Halle. Ihnen bleiben immerhin die regulären S- und Regionalbahnen sowie Umsteigeverbindungen mit ICE ab Bitterfeld. (mz)