Weißenfelser Oldtimer-Rallye

Weißenfelser Oldtimer-Rallye: Peter Hoppe macht das Rennen

Weissenfels - Peter Hoppe (63) aus dem Zorbauer Ortsteil Gerstewitz hat die Weißenfelser Oldtimer-Rallye mit seinem beigen Wartburg gewonnen. MZ-Reporter Jan Iven sprach mit ihm über den Olympischen Geist und Freude am ...

28.08.2016, 19:52

Peter Hoppe (63) aus dem Zorbauer Ortsteil Gerstewitz hat die Weißenfelser Oldtimer-Rallye mit seinem beigen Wartburg gewonnen. MZ-Reporter Jan Iven sprach mit ihm über den Olympischen Geist und Freude am Fahren.

Herzlichen Glückwunsch. Was sagen Sie zu Ihrem Sieg?

Hoppe: Ich bin total überrascht, das hatte ich eigentlich nicht erwartet. Ich bin erst das zweite Mal bei so einer Veranstaltung dabei. Für mich zählt eigentlich nur der Olympische Gedanke: Dabeisein ist alles. Aber jetzt bin ich baff.

Was mussten Sie denn machen, um zu gewinnen?

Hoppe: Es geht ja bei der Oldtimer-Rallye nicht um Geschwindigkeit. Wir mussten an verschiedenen Stationen Wissensfragen beantworten. So sollten wir schätzen, wie viel ein Haufen Kohle oder ein Kolben wiegt. Ich wusste ja auch gar nicht, wie gut ich dabei war. Aber anscheinend war ich nicht der Schlechteste. Bei der Siegerehrung gab es dann eine Flasche Sekt und eine Urkunde.

Wo haben Sie Ihren Oldtimer her?

Hoppe: Den Wartburg 353, Jahrgang 1985, habe ich nach der Wiedervereinigung geschenkt bekommen, weil sich der Vorbesitzer einen Audi gekauft hatte. Allerdings stand der immer nur bei mir in einer Halle rum, weil ich mich nicht um ihn gekümmert habe. Ich schaue mir aber schon immer gern die Oldtimer-Rallyes an. Und da dachte ich mir vor drei Jahren: Warum nicht den alten Wartburg flott machen und selber mal mit auf Tour fahren?

Sind Sie zu DDR-Zeiten auch schon Wartburg gefahren?

Hoppe: (lacht) Nein, das war ja für damalige Verhältnisse ein luxuriöser Mittelklassewagen mit den vier Türen und dem großen Kofferraum. Den konnte ich mir nicht leisten. Ich hatte früher immer einen Trabi und eine Schwalbe, die ich auch heute noch fahre. Der Wartburg hat für die Hitze zwar keine Klimaanlage, aber ein zweistufiges Gebläse. Und natürlich kurbel ich die Fenster runter.

Was musste denn alles an dem alten Wartburg gemacht werden?

Hoppe: Die Kraftstoffanlage musste erneuert werden und um die Kupplung habe ich mich selbst gekümmert. Dazu kamen neue Bremsen, eine neue Frontscheibe und neue Reifen. Aber der Motor war eigentlich in Ordnung, obwohl er schon weit über 100 000 Kilometer gefahren ist. Ich benutze den Wartburg jetzt auch, um zur Arbeit zu fahren. Das Hohenmölsener Kennzeichen kommt, weil Gerstewitz mal im Kreis Hohenmölsen lag.

Was fasziniert Sie denn an den Oldtimern?

Hoppe: Gute Frage. Das sind einfach tolle Fahrzeuge. Jeder hat doch so sein Interesse.

Wollen Sie im kommenden Jahr wieder an den Start gehen?

Hoppe: Natürlich. Es macht einfach Spaß, entspannt durch die Gegend zu fahren und bei dem schönen Wetter die Landschaft zu genießen. Und dann redet man mit den anderen Fahrer über ihre Autos. Beim nächsten Mal nehme ich auch meine kleine Enkelin mit. Das musste ich ihr versprechen, weil sie so gern mitfahren wollte. (mz)