Prüflingen geht ein Licht auf

Zeitz/MZ. - "Der Gesellenprüfungsausschuss ist mit den bisher gezeigten Prüfungsleistungen zufrieden", betonte Hans-Peter Truhm als Vorsitzender jenes Gremiums am zweiten Prüfungstag.

Von Uta Kunick 17.01.2007, 19:27

"Der Gesellenprüfungsausschuss ist mit den bisher gezeigten Prüfungsleistungen zufrieden", betonte Hans-Peter Truhm als Vorsitzender jenes Gremiums am zweiten Prüfungstag.

Dies spreche für eine gute theoretische und praktische Berufsausbildung im Burgenlandkreis und im Landkreis Weißenfels.

Lediglich vier Schüler müssen zur mündlichen Ergänzungsprüfung antreten, weil sie diese Hürde beim ersten Mal nicht geschafft haben. Im Vergleich zu den Vorjahren sei das ein gutes Ergebnis.

Der 20-jährige Stefan Prietzel konnte in der Nacht zum Mittwoch nicht schlafen. "Bei der Gesellenprüfung geht es schließlich um etwas", begründet der Dessauer, der in der freien Werkstatt Puschendorf in Goldschau bei Osterfeld lernt. An der vierten Prüfungsstation wirkte er allerdings schon gelassener.

Prietzel inspizierte einen Opel, Baujahr 1995, machte sich Notizen und hielt seine Erkenntnisse in einem Protokoll fest. "Das Auto hat einen schwerwiegenden Fehler, den es neben kleineren Mängeln herauszufinden gilt", erklärte Prüfer Karsten Guhra die Aufgabe.

Guhra, der im vergangenen Jahr der Prüfungskommission beitrat, agierte zum ersten Mal in dieser Funktion. "Als selbständiger Handwerksmeister weiß ich, wie wichtig die Ausbildung von jungen Leuten ist", begründete der Inhaber der Firma Guhratec, Boschservice Weißenfels, sein Engagement. Zu den Leistungen der Prüfungsteilnehmer an seiner Station sagte Guhra: "Die Lehrlinge finden die Mängel und sind recht fit."

Insgesamt mussten die angehenden Kfz-Mechatroniker zur Gesellenprüfung fünf Stationen durchlaufen. Neben der erwähnten Durchführung einer Hauptuntersuchung galt es, eingebaute Fehler an der Beleuchtungsanlage eines Pkw und Mängel an einem Gemischbildungs- und Zündsystem herauszufinden. Eine komplexe Fehlersuche mit Diagnose-Software und das Einstellen von Motorventilen zählten ebenfalls mit dazu.

Zur Erfüllung der Aufgaben blieb den Prüflingen pro Station eine halbe Stunde Zeit. "Der Schwierigkeitsgrad der Prüfung ging eigentlich. Die Aufgaben waren machbar", urteilte Stefan Rutkowski. Nur die Sache mit der Beleuchtung hätte besser laufen können, schätzte der 23-Jährige aus Rössuln recht selbstkritisch ein.