Infrastruktur für Weißenfels

Infrastruktur für Weißenfels: Das schnelle Internet kommt

Weißenfels - Eine gute Nachricht für alle, die in Weißenfels ein schnelleres Internet brauchen: Die Deutsche Telekom AG hat die Stadt in ihr Ausbauprogramm für 2016 aufgenommen. Damit erhalten in diesem Jahr mehr als 14.000 Haushalte in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Langendorf, Leißling und Borau VDSL-Anschlüsse. Diese erzielen beim Herunterladen eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde sowie beim Heraufladen bis zu 40 Megabit pro ...

Von Andreas Richter 29.02.2016, 15:37

Eine gute Nachricht für alle, die in Weißenfels ein schnelleres Internet brauchen: Die Deutsche Telekom AG hat die Stadt in ihr Ausbauprogramm für 2016 aufgenommen. Damit erhalten in diesem Jahr mehr als 14.000 Haushalte in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Langendorf, Leißling und Borau VDSL-Anschlüsse. Diese erzielen beim Herunterladen eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde sowie beim Heraufladen bis zu 40 Megabit pro Sekunde.

Am vergangenen Freitag haben Kommune und Telekommunikationsunternehmen eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Versorgung der Stadt mit schnellerem Internet in Weißenfels unterzeichnet. „Mit der Investition wird Weißenfels als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver“, sagte Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. Die Kosten für den Ausbau, der nicht mit öffentlichem Geld gefördert wird, trägt die Telekom. Genaue Angaben zum Umfang der Investition wollte das Unternehmen aus Wettbewerbsgründen nicht machen.

Fast 90 Schaltverteiler

Wie Marco Müller, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Burgenlandkreis, informierte, wird die Telekom etwa 40 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegen sowie fast 90 Schaltverteiler aufbauen oder vorhandene Verteiler erweitern. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Beim Ausbau werde man in mehreren Schritten vorgehen, erläuterte Frank Knittel, Leiter des Planungsteams für das Vorhaben in Weißenfels, während einer Präsentation auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Zunächst werde auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteilerkasten Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. 

Auf der Kupferleitung, die vom Verteilerkasten zum Kunden führt, kommt laut Fachmann die sogenannte Vectoring-Technik zum Einsatz. „Damit machen wir den Daten auf dem Kupferkabel Beine, beseitigen elektromagnetische Störsignale zwischen Kupferleitungen“, so Knittel. Das ermögliche ein höheres Tempo beim Herauf- und Herunterladen.
Laut Telekom erfolgt der Ausbau von drei Vermittlungsstellen in Weißenfels-Mitte, im Stadtteil West und in der Neustadt aus. Voraussichtlich im April dieses Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Teamleiter Knittel verwies im Stadtrat darauf, dass dank der schnellen Arbeit des städtischen Tiefbauamtes bereits jetzt ein Großteil der notwendigen Genehmigungen vorliege.

Rund 200 Baugruben

Im August rechnen die Planer mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten. Danach müssen sich die Kunden allerdings noch bis mindestens November gedulden, ehe in den ersten Bereichen alle technischen Voraussetzungen für eine schnellere Datenübertragung geschaffen wurden. Ende des Jahres sollen alle infrage kommenden Haushalte mit der neuen Technik ausgestattet sein.

Während der Tiefbauarbeiten müssen im betreffenden Gebiet rund 200 Baugruben ausgehoben werden. Die Einschränkungen für die Bürger werden sich jedoch im Wesentlichen auf einige Fußwege beschränken, so Teamleiter Knittel. Mit größeren Straßensperrungen sei nicht zu rechnen. (mz)