Für mehr Artenvielfalt

Für mehr Artenvielfalt: Blühende Wiese oder gepflegter Rasen?

Weissenfels - Die Stadt Weißenfels will einige kommunale Grünflächen künftig weniger intensiv pflegen und damit einen Beitrag zu größerer Artenvielfalt leisten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Stadtrat hervor. Für die Umsetzung des Vorhabens sieht die Kommune zwei ...

Von Andreas Richter 22.07.2019, 15:00
Die Stadt Weißenfels will einige kommunale Grünflächen künftig weniger intensiv pflegen und damit einen Beitrag zu größerer Artenvielfalt leisten. 
Die Stadt Weißenfels will einige kommunale Grünflächen künftig weniger intensiv pflegen und damit einen Beitrag zu größerer Artenvielfalt leisten.  imago stock&people

Die Stadt Weißenfels will einige kommunale Grünflächen künftig weniger intensiv pflegen und damit einen Beitrag zu größerer Artenvielfalt leisten. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Stadtrat hervor. Für die Umsetzung des Vorhabens sieht die Kommune zwei Möglichkeiten.

Zum einen können Rasenflächen nur noch einmal im Jahr gemäht werden. Dadurch könnten dort Wildgräser-Wiesen entstehen. Auf einer ersten Fläche wird diese Variante seit diesem Jahr bereits umgesetzt: Auf den Streuobstwiesen an der Langendorfer Straße wird nur noch einmal im Jahr das Gras gemäht.

Sicherung der Artenvielfalt: Blühende Wiesen oder gepflegter Rasen?

Die zweite Variante: Das Anlegen von Blumenwiesen. Aktuell sei man auf der Suche nach einer geeigneten Saatgutmischung, die nicht zu häufiges Nachsäen erforderlich macht, so Stadtsprecherin Katharina Vokoun. Nach Ansicht der Stadt gibt es mehrere Flächen, für die eine extensive Grünpflege in Frage kommt: das Areal gegenüber dem Schlachthof, die Flächen an den Badanlagen entlang der Saale, am Klemmberg oder an der Schwimmhalle in Weißenfels-West. Die Verwaltung will jedoch die politischen Gremien in die Entscheidung darüber einbeziehen. Dabei werde sich zeigen, ob sich eine Mehrheit für die Blühstreifen findet oder doch der gepflegte Rasen bevorzugt wird, heißt es in einer Mitteilung.

Die bisherige Fraktion Bündnis für Gerechtigkeit/Grüne hatte in ihrem Antrag vorgeschlagen, Möglichkeiten einer Förderung für das Anlegen von Blühflächen zu prüfen. Das Blühstreifenprogramm des Landes sei laut Stadt ein Fördermittel-Instrument für Bewirtschafter von Ackerland und stehe für innerstädtische Flächen nicht zur Verfügung.

(mz)