Im Sog des Leckermäulchens

Frischli-Milchwerk steigt in die Joghurtproduktion ein - Im Sog des Leckermäulchens

Weißenfels - Das Weißenfelser Milchwerk hat die Produktion von Joghurt aufgenommen.

Von Petra Wozny 22.08.2017, 05:00

Das allbekannte Leckermäulchen-Mädchen mit den zwei Zöpfchen, das jede Frischli-Milchquarkmahlzeit ziert, hat einen guten Grund, sich den Mund zu schlecken. Das Weißenfelser Milchwerk hat die Produktion von Joghurt aufgenommen.

„Joghurt ist ein beliebtes Milchprodukt, da lag es für uns nahe, dass sich die Produktentwicklung dem Joghurt zuwendet“, begründet Werkleiter Henner Schumann die neueste Entwicklung bei Frischli. Immerhin, so haben Trendforscher ermittelt, gebe es in Deutschland fast 70 Millionen Joghurtesser.

Doch, so setzt er hinzu, die Weißenfelser wollen sich mit ihrem Joghurt natürlich von der Konkurrenz unterscheiden. In der Produktentwicklung des Stammhauses in Rehburg-Loccum, die über ein eigenes Technikum verfügt, haben die Köpfe geraucht. Der Marktforschung sei eine halbjährliche Entwicklungszeit gefolgt.

Werkleiter Schumann ist stolz auf jüngstes Produkt

Beachtet worden sei, dass in Deutschland 13 Millionen Menschen sensibel auf Lactose und 7,3 Millionen Menschen empfindlich auf Gluten reagieren. Herausgekommen ist nun ein gluten- und lactosefreie Joghurt-Creme. Schumann sagt: „Mehr noch.“ 15 Prozent Fruchtanteile geben der Milchspeise einen guten Geschmack.

Der Fettanteil wird bei sechs Prozent gehalten, so dass der Geschmack gut weitergeleitet werde. Rund 15 Prozent Milcheiweiß sei nicht nur gesund, sondern garantiere eine perfekte cremige Struktur. „So wie sie eben für Frischli steht“, sagt der Werkleiter stolz auf sein jüngstes Kind.

Seit drei Monaten ist der neue Joghurt im Handel. Gewählt werden kann unter Erdbeer-, Bananen-, Pfirsich-Maracuja- und Vanillegeschmack. Und dies in kleinen 58-Gramm-Bechern im Sechserpack. „Wir befinden uns gegenwärtig noch in der Markteinführungsphase. Die dauert etwa noch sechs Monate“, bilanziert Schumann den Start. Er hofft, dass der Weißenfelser Joghurt von den Kunden gut angenommen wird.

Milchwerk Weißenfels verarbeitet 500 Tonnen Milch pro Tag

Im Test habe er zumindest zufriedenstellend für das Unternehmen abgeschnitten. In einem Jahr, so der Weißenfelser Plan, wolle das Milchwerk Packungen in einer sechsstelligen Anzahl produzieren. Natürlich hoffen die Weißenfelser auf einen Sogeffekt. Eben, dass dort, wo bislang die Milchquarkspeise gut laufe, fortan sich auch der Frischli-Joghurt dazugesellen wird. Bei der Leckermäulchen-Milchquarkspeise ist das den Weißenfelsern längst gelungen.

Hier werden rund 50 Millionen Packungen pro Jahr produziert. Und das in mittlerweile 21 Sorten. Bis September laufe noch das Sommerprogramm, welches von Erdbeere, Vanille und Stracciatella bestimmt wird. Pro Tag verarbeitet das Milchwerk übrigens rund 500 Tonnen Milch. (mz)