Energieanlagen bei Weißenfels

Energieanlagen: Gegenwind für 200 Meter hohe Windräder bei Weißenfels

Weißenfels - Teucherner Firma plant innerhalb des vorhandenen Windpark sein sogenanntes Repowering von Windkraftanlagen. Weißenfels lehnt den Bau vor seinen Toren ab.

Von Andreas Richter 06.12.2016, 08:00

Der Ausschuss für Stadtentwicklung des Weißenfelser Stadtrates hat am Montagabend die Errichtung von fünf bis zu 200 Meter hohen Windenergieanlagen in den Nachbarorten Prittitz, Krauschwitz und Gröbitz einhellig abgelehnt.

Die Teucherner Firma WP Prittitz GmbH & Co. KG plant innerhalb des vorhandenen Windparks im Vorranggebiet „Vier Berge-Teucherner Land“ ein sogenanntes Repowering von Windkraftanlagen. Dabei sollen zehn bestehende Windräder, die meisten davon mit einer Bauwerkshöhe von rund 118 Metern, durch fünf neue mit einer Höhe von rund 200 Metern ersetzt werden. Das Verfahren für die Genehmigung des Vorhabens liegt beim Burgenlandkreis. Dieser wiederum hatte die Stadt Weißenfels als benachbarte Kommune um Stellungnahme gebeten.

Abgelehnt wurde auch Errichtung von fünf neuen kleineren Windrädern

Der Ausschuss für Stadtentwicklung folgte nun der Auffassung, dass die fünf geplanten riesigen Windräder das Landschaftsbild rund um die Stadt noch weiter zerstören und deshalb abzulehnen sind. Zuvor hatte sich bereits der Ortschaftsrat von Langendorf, dessen Ortsbild von den Windrädern besonders beeinträchtigt wird, gegen den Bau ausgesprochen. Abgelehnt wurde im Ausschuss ebenso ein gesondertes Vorhaben zur Errichtung von fünf neuen kleineren Windrädern - womit die Gesamtzahl der Windkraftanlagen in dem Gebiet gleich bleiben würde.

In der Diskussion verwies Hans-Dieter Böckler (CDU/FDP-Fraktion) darauf, dass die installierte Leistung der Windräder gar nicht im Umfeld des Standortes genutzt werden könne. Der Ausschuss schätzte seinen Einfluss allerdings realistisch ein. Man sei sich dessen bewusst, dass die Investoren ihr Vorhaben trotz der Ablehnung aus umliegenden Kommunen umsetzen werden, hieß es. (mz)