Endgültiges Aus für Kegelbahn

Endgültiges Aus für Kegelbahn: Gebäude in Borau wird nicht mehr für Sport genutzt

Weißenfels - Die marode Kegelbahn im Weißenfelser Ortsteil Borau befindet sich nicht länger im Besitz des städtischen Sport- und Freizeitbetriebes. „Der Verkauf ist erfolgt“, erklärt Leiterin Viola Schikorr. Bereits im Dezember habe eine Elektrofirma das Objekt erworben. Wozu diese die Immobilie nutzen wird, ist noch nicht bekannt. Ein Fortbestand als Kegelbahn jedenfalls scheint ...

Von Alexander Kempf 10.01.2019, 07:00
Kegel und Kugeln stehen an einer Wand
Kegel und Kugeln stehen an einer Wand imago stock&people

Die marode Kegelbahn im Weißenfelser Ortsteil Borau befindet sich nicht länger im Besitz des städtischen Sport- und Freizeitbetriebes. „Der Verkauf ist erfolgt“, erklärt Leiterin Viola Schikorr. Bereits im Dezember habe eine Elektrofirma das Objekt erworben. Wozu diese die Immobilie nutzen wird, ist noch nicht bekannt. Ein Fortbestand als Kegelbahn jedenfalls scheint ausgeschlossen.

Die Sportstätte ist im Frühjahr vergangenen Jahres geschlossen worden. Der Sport- und Freizeitbetrieb sah damals keine Möglichkeit, diese für die Borauer Kegler zu erhalten. Denn wie Viola Schikorr damals erklärte, gab es in dem Gebäude massive statische Probleme. Zudem hatte sich Schimmel festgesetzt. Eine Sanierung der Kegelbahn kam für den städtischen Eigenbetrieb aufgrund zu hoher Kosten nicht infrage. Von einem Fass ohne Boden ist damals die Rede.

Kegelbahn in Borau: „Gerade Reparaturen waren eine Unbekannte. Das war uns zu heikel“

Mit diesen Problemen muss sich Viola Schikorr nun nicht länger befassen. „Das ist jetzt Sache der Firma“, erklärt die Leiterin des Sport- und Freizeitbetriebes. Die Borauer Kegler sind nach dem Aus ihrer Bahn nach Langendorf ausgewichen. Dort befinden sich nun die letzten beiden Kegelbahnen in kommunalem Besitz. Eine verfügt über vier, eine kleinere über zwei Bahnen.

Die Borauer Kegler hatten im vergangenen Jahr zunächst selbst darüber nachgedacht, die Kegelbahn im Ort in Eigenregie weiterzuführen. Das Vorhaben fand unter den verbliebenen Vereinsmitgliedern aber trotz Zusagen von Sponsoren aufgrund unwägbarer Kosten keine Mehrheit. „Gerade Reparaturen waren eine Unbekannte. Das war uns zu heikel“, begründete Vereinsmitglied Gabriele Denzin damals die Entscheidung. (mz)