Eine App für Weißenfels

Eine App für Weißenfels: Was kann Wappfels?

Weißenfels - Weißenfels gibt es jetzt auch als App. Einige Tausend Euro hat die Entwicklung bisher gekostet. Ist sie unnütze Spielerei oder ein Gewinn für Einwohner und Besucher?

Von Tatina Trakis 02.12.2017, 07:00

Wo befindet sich der nächste Parkplatz? Wie komme ich am schnellsten zum nächstgelegenen Optiker? Wann wird mein Müll abgeholt? Diese Fragen und noch viele mehr soll ab sofort Wappfels beantworten können. Wappfels? So heißt die neue App für Weißenfels.

Die Anwendung für das Mobiltelefon gibt es bereits im Google-Play- und im Apple-App-Store kostenlos zum Herunterladen. Optimiert ist sie zwar für Smartphones, aber auch auf Tablets sei sie nutzbar, so Lars Meinhardt, Amtsleiter für Wirtschaftsförderung bei der Stadt.

App für Weißenfels hat bislang 20.000 Euro gekostet

Entstanden ist die Idee für eine stadteigene App in einem Team, das sich um die Belebung der Innenstadt kümmern soll. Gefördert wird dieses Projektteam vom Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ - kurz Biwaq - noch bis Ende 2018. Finanziert wird Wappfels zum überwiegenden Teil von den Stadtwerken Weißenfels. 20.000 Euro habe sie bisher gekostet.

„Dazu werden dann weiterhin noch 9.000 Euro im Jahr für die Pflege und Betreuung kommen,“ sagt Ekkart Günther, Geschäftsführer der Weißenfelser Stadtwerke. Zwölf Monate habe es von der Idee bis zum Start der App gedauert. „Uns war wichtig, dass am Ende ein qualitativ hochwertiges Produkt entsteht,“ sagt Meinardt. Für die Entwicklung und Programmierung der App habe man sich an das Hamburger Unternehmen Endios gewandt, da dieses bereits an ähnlichen Projekten mit Kommunen und Stadtwerken zusammengearbeitet habe.

Was kann Wappfels?

Was ist am Ende rausgekommen? Was kann Wappfels? Martin Brückner vom Biwaq-Team navigiert bei der Präsentation durch das Menü: Es gibt Informationen rund um die Behörden der Stadt und auch der Vereine, einen Veranstaltungskalender, die lokalen Nachrichten aus Weißenfels und dem Landkreis, den Abfallkalender, das Wetter und die Parkmöglichkeiten in der Stadt werden angezeigt.

Zudem gibt es Infos zu den ansässigen Händlern. Diese haben auch die Möglichkeit einen Premium-Account abzuschließen. Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, Angebote auf der App zu veröffentlichen. „In der Einführungsphase bis Ende Februar ist das kostenlos. Im Anschluss müssen sie zwischen fünf und zehn Euro dafür zahlen,“ erklärt Günther. Fünf Euro für diejenigen Gewerbetreibenden, die bereits Kunden der Stadtwerke seien, zehn Euro für alle übrigen.

Man kann sich zum Beispiel zum nächstgelegenen Parkplatz navigieren lassen

Meinhardt sagt, dass sich das Angebot bisher auf die Gewerbetreibenden in der Innenstadt konzentriere, da hierauf der Fokus der Biwaq-Projektgruppe liege. Günther ergänzt: „Und die Kunden der Stadtwerke.“

In der App sollen zudem die typischen Funktionen eines Smartphones integriert werden. Das heißt: „Man kann sich zum Beispiel zum nächstgelegenen Parkplatz navigieren lassen,“ sagt Brückner.

Fahrplan des Nahverkehrs ist bisher nicht mit eingebunden

Für alle, die kein Auto haben: Der Fahrplan des Nahverkehrs ist bisher nicht mit eingebunden. Da das eines der teuerste Bausteine gewesen wäre, habe man sich erstmal dagegen entschieden, sagt Katharina Vokoun, Weißenfelser Pressesprecherin.

Stadtwerke und Stadt können außerdem Push-Meldungen, kurze Direkt-Nachrichten, an die Nutzer der App senden. „Damit können wir uns zum Beispiel mit aktuelle Tarifangebote an diese wenden,“ so Günther. Also ist die App auch Werbeplattform für die Stadtwerke? Ja, sagt Günther. (mz)