Ehrgeiziger Plan

Ehrgeiziger Plan: Ex-Schulgebäude soll Wohnheim für Hilfsbedürftige werden

Weißenfels - Die Entkernung des ehemaligen Schulgebäudes in Weißenfels-West ist nahezu abgeschlossen. Darüber hat Ralf Müller, Geschäftsführer der gemeinnützigen Integra Weißenfelser Land GmbH, auf MZ-Anfrage informiert. Damit sind im Wesentlichen die baulichen Voraussetzungen für ein ehrgeiziges Vorhaben geschaffen: Die Integra will in dem seit Jahren leerstehenden Gebäude ein Wohnheim für hilfsbedürftige Menschen ...

Von Andreas Richter 13.02.2018, 06:00

Die Entkernung des ehemaligen Schulgebäudes in Weißenfels-West ist nahezu abgeschlossen. Darüber hat Ralf Müller, Geschäftsführer der gemeinnützigen Integra Weißenfelser Land GmbH, auf MZ-Anfrage informiert. Damit sind im Wesentlichen die baulichen Voraussetzungen für ein ehrgeiziges Vorhaben geschaffen: Die Integra will in dem seit Jahren leerstehenden Gebäude ein Wohnheim für hilfsbedürftige Menschen errichten.

Müller räumte jedoch ein, dass voraussichtlich erst im Mai mit dem Bau begonnen werden kann. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits im November vergangenen Jahres beginnen. „Es sind einige statische Probleme aufgetreten. Deshalb hat sich die Baugenehmigung verzögert“, berichtet Müller. Nachdem die Integra ihren Bauantrag zurückgezogen hatte, rechnet der Investor nun mit einer Baugenehmigung im April.

Rund 4,5 Millionen Euro für das Projekt

Die Integra will rund 4,5 Millionen Euro in das Projekt stecken. Entstehen soll nach den Vorstellungen der Integra eine Einrichtung mit etwa 60 Wohnheimplätzen, einer Tagespflege sowie therapeutischen Angeboten. Mit der erfolgreichen Investition würde ein langjähriger Missstand im Weißenfelser Stadtteil West beseitigt. Das Haus in Nachbarschaft zur Inge-Schanding-Sporthalle war zu DDR-Zeiten Standort einer Oberschule. Nach der Wende hatte dort zunächst das West-Gymnasium, später Augustus-Gymnasium, seinen Sitz. Nach dem Zusammenschluss der Weißenfelser Gymnasien wurde das Gebäude als drittes Haus des Goethegymnasiums genutzt.

Nachdem das Haus bereits zwischenzeitlich leer stand, zogen im Februar 2011 noch einmal Schüler in der Thomas-Müntzer-Straße ein. Weil die Beuditzschule saniert wurde, diente der Bau zwei Jahre lang als Ausweichquartier für die Mädchen und Jungen aus dieser Bildungseinrichtung. Seitdem steht das Haus endgültig leer und war in der Vergangenheit auch Opfer von Zerstörungswut geworden. (mz)