Durstige Ponys und ein Sprungmarathon

WEISSENFELS/THEISSEN/KRETZSCHAU/MZ. - Und den großen extra Schluck haben sich die Tiere verdient. Immerhin müssen sie am Sonnabendnachmittag in der Gartenanlage "Zeitzer Bogen" Kinder beim Ponyreiten beglücken. Die Erwachsenen suchen derweil den Schatten und feiern bei Musik von den "Leißlinger Saale-Spatzen" das 70-jährige Bestehen ihres Gartenvereins. Vereinschef Ralf Prüfer stört die Hitze dabei nicht. "Wir feiern jedes Jahr Anfang Juli unser Gartenfest. Da steckt viel Arbeit zur Vorbereitung drin", erzählt er und lobt die Chef-Organisatorin Erika Hartmann. "Drei Grad kühler könnte es schon sein", meint sie und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Dann wären vielleicht noch mehr Kinder bei der Gartenparty, glaubt sie. So suchen manche dann wohl doch lieber Zuflucht in irgendeinem ...

Von ANDREAS RICHTER 11.07.2010, 16:28

Und den großen extra Schluck haben sich die Tiere verdient. Immerhin müssen sie am Sonnabendnachmittag in der Gartenanlage "Zeitzer Bogen" Kinder beim Ponyreiten beglücken. Die Erwachsenen suchen derweil den Schatten und feiern bei Musik von den "Leißlinger Saale-Spatzen" das 70-jährige Bestehen ihres Gartenvereins. Vereinschef Ralf Prüfer stört die Hitze dabei nicht. "Wir feiern jedes Jahr Anfang Juli unser Gartenfest. Da steckt viel Arbeit zur Vorbereitung drin", erzählt er und lobt die Chef-Organisatorin Erika Hartmann. "Drei Grad kühler könnte es schon sein", meint sie und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Dann wären vielleicht noch mehr Kinder bei der Gartenparty, glaubt sie. So suchen manche dann wohl doch lieber Zuflucht in irgendeinem Freibad.

So wie Tom Mühlenickel im Sommerbad in Theißen. Der Zehnjährige kommt in diesen Hitzewochen fast jeden Tag dorthin. Und dabei hat er sogar eine Mission. "Ich hab' gewettet, dass ich 5 000 Sprünge vom Startblock schaffe", verrät der Junge. Der Freund zählt und hat wohl nicht mehr viel zu tun. "4 900 Sprünge hab' ich schon geschafft", behauptet Tom jedenfalls. Dass beim Sprungmarathon ins 25 Grad kühle Nass nichts passiert, darauf achtet Jörg Tomann. Gemeinsam mit Rettungsschwimmer Christian Buschhardt überwacht er wie an jedem Tag auch am Sonnabend das Treiben der rund 600 Gäste im Freibad nahe Zeitz. "Manchmal würde man schon gern selbst reinspringen", gibt Tomann zu, der seit elf Jahren im Theißener Freibad beschäftigt ist. Doch Sicherheit ist alles. Und deshalb dürfen die Schwimmmeister erst am Abend, wenn die Gäste das Bad verlassen haben, ins Becken hüpfen.

Beschaulich geht es ein paar Kilometer weiter am See in Kretzschau zu. Dort feiert der Zeitzer Kreisanglerverein "Weiße Elster" sein traditionelles Anglerfest. "Wir feiern schon zum 14. Mal und haben einiges auf die Beine gestellt", erzählt Vereinsmitglied Dietmar Hädrich, während es nach geräuchertem Fisch riecht, sich die Kinder Zuckerwatte holen und am See das Hegeangeln dem Ende entgegen geht. Am frühen Abend versammeln sich die Besucher auf dem Festgelände an der Jugendherberge vor allem unter den großen Sonnenschirmen. "Nachher wird es noch voller", gibt sich Hädrich zuversichtlich. Immerhin ist am Abend Disco angesagt und schließlich soll von Booten aus ein Feuerwerk über dem See für den stimmungsvollen Ausklang eines tropenheißen Tages sorgen.