Ärger in Uichteritz

Ärger in Uichteritz: Landkreis genehmigt umstrittenen Funkmast

Weißenfels - Der Burgenlandkreis hat den Bau eines Funkmastes im Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Saaletal“ in Uichteritz genehmigt. Das hat Ariane Körner, Leiterin des Umweltamtes Burgenlandkreis, auf MZ-Anfrage bestätigt. Damit ist die von der Stadt Weißenfels erteilte Baugenehmigung ...

Von Andreas Richter 06.11.2018, 07:34
In Uichteritz wird ein Funkmast gebaut
In Uichteritz wird ein Funkmast gebaut imago stock&people

Der Burgenlandkreis hat den Bau eines Funkmastes im Landschaftsschutzgebiet (LSG) „Saaletal“ in Uichteritz genehmigt. Das hat Ariane Körner, Leiterin des Umweltamtes Burgenlandkreis, auf MZ-Anfrage bestätigt. Damit ist die von der Stadt Weißenfels erteilte Baugenehmigung wirksam.

Aufgrund der Lage des Baugrundstückes im LSG musste der Antragsteller vor Baubeginn auch eine Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde einholen. Diese hatte zu prüfen, ob das Bauwerk den Charakter des LSG verändern kann. Die Behörde hat nun der besseren Versorgung der Bevölkerung mit Mobilfunk einen höheren Stellenwert beigemessen als dem Schutzstatus des für den Bau vorgesehenen Gebietes.

Bürgerinitiative kämpft seit Jahren gegen den Funkmast in Uichteritz

In einer Stellungnahme verweist das Umweltamt darauf, dass die beantragte Stelle nur etwa 35 Meter von der Grenze des LSG entfernt liegt. Fragen des Städtebaurechts oder zu möglichen Gefährdungen durch elektromagnetische Strahlungen müssten im Baugenehmigungsverfahren abgeklärt werden, so das Umweltamt.

Der Uichteritzer Ortsbürgermeister Wolfgang Kurtze bezweifelt indes, dass mit dem in der Nähe des Friedhofs geplanten Funkmast tatsächlich eine flächendeckende Verbesserung des Mobilfunks in Uichteritz erreicht werden kann. „Der Standort wurde wohl nicht aus funktechnischen Gründen gewählt. Da spielten auch Eigentumsfragen eine Rolle“, glaubt Kurtze.

Eine Bürgerinitiative kämpft seit Jahren gegen den Funkmast, der an der geplanten Stelle nach Ansicht der Kritiker die Landschaft im Schutzgebiet verschandelt. Bürgermeister Kurtze sieht als alternativen Standort das Gewerbegebiet „Am Mühlberg“. Auf dem höher gelegenen Areal könne besser das ganze Dorf erreicht werden. (mz)