Verkauf der Allstedter Vorburg

Verkauf der Allstedter Vorburg: Warum ein Notartermin erst im April zustande kommt

Allstedt - Schon im Dezember hatte der Stadtrat den Verkauf an Christian Kopocz beschlossen.

Von Grit Pommer

Der Kaufvertrag für die Vorburg in Allstedt ist auf dem besten Weg, endlich notariell besiegelt zu werden. In der jüngsten Stadtratssitzung konnte wegen der fortgeschrittenen Zeit zwar kein Tagesordnungspunkt mehr aufgerufen werden. In nicht öffentlicher Runde nahmen die Ratsmitglieder aber trotzdem noch wie geplant den Vertragsentwurf zur Kenntnis.

Der überarbeitete Entwurf war erst am selben Tag um 15 Uhr vom Notar bei der Stadtverwaltung eingetroffen. Zuvor hatte es krankheitsbedingt eine wochenlange Verzögerung gegeben. Deshalb wollte Bürgermeister Jürgen Richter (CDU) das Papier unbedingt noch mit dem Stadtrat besprechen.

Käufer Christian Kopocz hatte nicht mehr mit Notartermin im April gerechnet

Der hatte beim Verkaufsbeschluss im Dezember zur Bedingung gemacht, dass man den Vertrag vor der notariellen Besiegelung noch einmal zur Kenntnis bekommt.

Wie problematisch ist die zeitliche Verzögerung für den Käufer Christian Kopocz? „Ich hatte eigentlich schon gar nicht mehr mit einem Notartermin im April gerechnet“, sagt er auf MZ-Anfrage. Dass es nun doch noch klappen könnte, sei umso besser.

Es habe noch kleine Änderungen am Entwurf gegeben. Zum einen habe sich der Stadtrat gewünscht, dass der Begriff des uneingeschränkten Wegerechts auf 24 Stunden am Tag und jeden Tag im Jahr präzisiert wird. Zum anderen wird der Bestandsschutz für die Funkanlage von Feuerwehr und Katastrophenschutz, die sich im Turm der Vorburg befindet, vertraglich festgehalten.

Er habe vorgeschlagen, die Technik im Turm zu lassen, sagt Kopocz. Man müsse sie nicht rausreißen und unnötig Kosten verursachen.

Abschluss des Kaufvertrags für Allstedter Vorburg zog sich länger, als geplant

Den Bauantrag für die geplanten Maßnahmen an der Vorburg werde man innerhalb der kommenden zwei Wochen einreichen, kündigt der Unternehmer an. Dass der Abschluss des Vertrags sich so lange hingezogen hat - beschlossen worden ist der Verkauf schon im Dezember - sorgt nicht für Begeisterung. Aber sein Vorhaben werde davon nicht erschüttert, sagt Kopocz.

Er will mit seiner PR-Firma und Printmanufaktur Räume in der Vorburg beziehen und auch privat dort wohnen. Außerdem will er zusammen mit seiner Frau ein Restaurant und ein kleines Boutique-Hotel einrichten. Eigentlich habe er gehofft, im ersten Quartal schon mehr klären zu können, sagt Kopocz.

Jetzt im April bis Juni liefen in seiner PR-Firma Projekte, die ebenfalls Zeit binden. Beim Burgfrühling am 14. und 15. April will er aber in der Vorburg präsent sein und seine Pläne vorstellen. (mz)