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Seit zehn Spielen sieglos: VfB Sangerhausen hofft auf ein Ende der Durststrecke

Von Ralf Kandel
VfB-Torhüter Eric Peter Brünoth bekommt am Freitagabend bestimmt viel  zu tun.
VfB-Torhüter Eric Peter Brünoth bekommt am Freitagabend bestimmt viel zu tun. (Foto: Ralf Kandel)

Sangerhausen/Kelbra/MZ - Für Zyniker steht fest: Der SV Kelbra wird am Wochenende in der Fußball-Verbandsliga seine Sieglos-Serie nicht fortsetzen. Allerdings werden die Kelbraer auch nicht gewinnen. Und das aus einem ganz einfachen Grund: Das Punktspiel zwischen Kelbra und dem SSC Weißenfels wird nicht am Wochenende, sondern erst am 9. Oktober ausgetragen. „Wir wollten wegen der Einschulung erst am Sonntag spielen. Da konnten die Weißenfelser aber nicht. So haben wir eben uns ganz schnell auf den Termin im Oktober geeinigt“, so Kelbras sportlicher Leiter Andreas Kundlatsch.

VfB Sangerhausen trifft auf den BSV Halle-Ammendorf

Bereits am Freitagabend stehen dagegen die Kicker vom VfB Sangerhausen wieder auf dem Platz. Auf die Mannschaft von Trainer Olaf Glage wartet eine der schwierigsten Aufgaben der gesamten Saison. Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Friesenstadion treffen die Gastgeber auf den BSV Halle-Ammendorf.

Allein ein Blick auf die Tabelle spricht Bände. Der mit einem 1:3 in die Saison gestartete Gast holte aus den vier folgenden Partien zehn Punkte und damit am 5. Spieltag die Tabellenführung.

Auch der Blick auf die Historie verheißt nichts Gutes. Lang, sogar sehr lang ist es her, dass der VfB nach einem Sieg über die Ammendorfer jubeln konnte. Am 11. Oktober 2014, also vor fast sieben Jahren, traf Kevin Schäffner eine Minute vor dem Spielende zum umjubelten 1:0-Erfolg ins Netz. Dem siebenten Sieg im 27. Duell stehen 16 Niederlagen und vier Unentschieden gegenüber. Danach folgten neun Niederlagen und ein Remis. Das wiederum erspielt sich der VfB in der abgebrochenen Saison 20/21. 0:0 hieß es im Friesenstadion nach einer starken kämpferischen Leistung der Gastgeber.

Gastgeber in Bestbesetzung

Mut macht den Sangerhäusern auch die Tatsache, dass sie endlich einmal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten können. „Alle sind da, alle wollen spielen. Wir haben die volle Batterie da“, sagt Trainer Olaf Glage.

Und gibt das Ziel für den Freitagabend aus: „Wir wollen uns vom Spitzenreiter nicht abschlachten lassen. Wir wollen dagegen halten und uns gut verkaufen. Das sind wir den Fans schuldig“.

Anstoß der Begegnung unter Flutlicht ist 19 Uhr. Als Schiedsrichter fungiert Silvio Rüdiger.