Insolvenz

Knapp 50 Arbeitsplätze in Farnstädt sind gesichert Neuer Besitzer statt Insolvenz für Farnstädter Firma

Nach der Insolvenz der Farnstädter Firma Schmitz Fire & Rescue GmbH übernimmt nun eine Münchener Investmentfirma die Geschäfte. Produktion lief weiter.

24.12.2021, 14:00
Es geht weiter bei Schmitz Fire & Rescue: Die Fortführung des Betriebes durch einen Investor ist gesichert. Der Unternehmensverkauf erfolgt zum 1. Januar 2022, die Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.
Es geht weiter bei Schmitz Fire & Rescue: Die Fortführung des Betriebes durch einen Investor ist gesichert. Der Unternehmensverkauf erfolgt zum 1. Januar 2022, die Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. (Foto: Schmitz Fire & Rescue)

Farnstädt/MZ/rob - Pünktlich zum Weihnachtsfest gab es für die 47 Beschäftigten der Schmitz Fire & Rescue GmbH in Farnstädt gute Nachrichten. Ihre Arbeitsplätze sind gesichert. Wie die Kanzlei des Insolvenzverwalters Thomas Reichelt mitteilte, wird der insolvente Hersteller von Feuerwehr- und anderen Spezialfahrzeugen zum Jahreswechsel an eine Münchener Investmentfirma verkauft. Dem habe der Gläubigerausschuss Mitte Dezember zugestimmt, wenige Tage später habe das Amtsgericht Halle die Insolvenz in Eigenregie aufgehoben.

In die war das Traditionsunternehmen, das seinen Sitz ursprünglich in Eisleben hatte, im Sommer gerutscht. Als Grund dafür nannte die Kanzlei: „Verluste durch ein starkes Wachstum der letzten Jahre sowie coronabedingte Verzögerungen – zum Beispiel bei der Auslieferung von Löschfahrzeugen – und damit verbundene verspätete Kundenzahlungen belasteten die Liquiditätssituation des Unternehmens.“ Auch Finanzierungsverhandlungen mit den Gesellschaftern seien gescheitert.

Bei dem neuen Besitzer handelt es sich nun um die Now Invest 1 GmbH, ein Unternehmen des Family Office der Familie Mann. Die Produktion lief laut Insolvenzverwalter auch während der vergangene Monate weiter. So habe man etwa Löschfahrzeuge für den Hafen in Abu Dhabi ausliefern können. Für die Mitarbeiter des Farnstädter Unternehmens war es nicht die erste Insolvenzerfahrung. Bereits 2018 hatte das Unternehmen aus diesem Grund den Besitzer gewechselt.