Wahl

Bürgermeisterkandidatin Gudrun Neugebauer hat keine Angst vor neuen Aufgaben

Bei Angelegenheiten möchte die Bewerberin hartnäckig bleiben.

Von Luisa König 12.05.2022, 18:00
Gudrun Neugebauer möchte Bürgermeisterin von Nemsdorf-Göhrendorf werden.
Gudrun Neugebauer möchte Bürgermeisterin von Nemsdorf-Göhrendorf werden. (Foto: Luisa König)

Nemsdorf-Göhrendorf/MZ - „Der aktuelle Bürgermeister, Herr Reh, hat seinen Job gut gemacht und ich möchte jetzt in seine Fußstapfen treten“, sagt Gudrun Neugebauer. Die 66-Jährige ist derzeit eine von drei Kandidaten für die bevorstehende Bürgermeisterwahl in Nemsdorf-Göhrendorf. Dabei steht für die Rentnerin eines fest: „Ich will nur eine Amtszeit machen. Danach können junge Leute ran, die sich für das Dorf interessieren.“

Die gelernte Laborantin beschreibt sich selbst als ehrgeizig und hartnäckig. „Manche denken, ich will immer im Mittelpunkt stehen. Aber ich bin nur sehr ehrlich und direkt“, sagt Neugebauer. Diese Eigenschaften würde sie auch als Bürgermeisterin beibehalten: „Ich bin unabhängig und kann meine Zeit und meine Bemühungen in die Gemeinde stecken.“ Für die Verwaltungsgemeinde bedeute dies, dass sie dort regelmäßig vorbeischauen und versuchen würde, ihre Anliegen durchzusetzen.

Und davon hat sie viele. So müsse schnelles Internet ausgebaut werden und eine Hundespielwiese in das Dorf kommen. Zudem möchte sich die Nemsdorferin für mehr verkehrsberuhigte Zonen im Ort einsetzen. „Ich würde mich dafür einsetzen, dass zum Beispiel mobile Blitzer aufgestellt werden. Die Gelder könnten auch an die Gemeinde gehen“, sagt die parteilose Einzelbewerberin. Neugebauer möchte auch, dass im Haushaltsplan offiziell ein Winterdienst mit berücksichtigt wird. Dafür könne jeder Einwohner einen Euro im Jahr in einen Winterdienstfond einzahlen, erklärt die 66-Jährige. Bei ihren bisherigen Rückfragen dazu, seien die Leute einverstanden gewesen, behauptet sie. Diese Rücksprache mit den Einwohnern sei ihr wichtig. So gehe sie aktuell von Haus zu Haus und stellt sich bei denen vor, die sie noch nicht kennt oder fragt nach den Themen, die die Bewohner interessieren, damit sie diese im Gemeinderat ansprechen könne. „Ich möchte die Bürgermeistersprechstunde auf den Samstagvormittag verlegen, da haben mehr Leute Zeit, als am Dienstag, wo eh Behördentag ist“, sagt Neugebauer. So könne sie im Ort noch präsenter sein. Ihre Chancen hält sie für gut . „Ich habe keine Angst vor der Zukunft und bin bereit für neue Aufgaben“, betont die Bewerberin. Außerdem schäme sie sich nicht, andere um Hilfe zu bitten.

Die Gemeinden Barnstädt und Nemsdorf-Göhrendorf wählen am 22. Mai ihren Bürgermeister. MZ stellt an dieser Stelle die sechs Kandidaten vor.