Schloss Harzgerode

Schloss Harzgerode: Zwei neue Foto-Ausstellungen zeigen den Harz

Harzgerode - Ein Sonnenaufgang am Brocken oder Detailaufnahmen von Pilzen in Wäldern und auf Wiesen im Kaminzimmer; der Blick auf die Burg Falkenstein unter einem Regenbogen hindurch oder die Selke am dritten Hammer bei Mägdesprung im Wehrgang: Gleich zwei neue Ausstellungen sind jetzt im Schloss Harzgerode eröffnet worden: Im Kaminzimmer geben Mitglieder des Fotostammtischs Aschersleben unter dem Titel „Harz“ einen Einblick in ihre Arbeiten. Und anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Selketal-Stieges zeigt Daniel Kühne aus Güntersberge im Wehrgang des Schlosses „15 Impressionen vom ...

Von Petra Korn 06.04.2016, 16:55

Ein Sonnenaufgang am Brocken oder Detailaufnahmen von Pilzen in Wäldern und auf Wiesen im Kaminzimmer; der Blick auf die Burg Falkenstein unter einem Regenbogen hindurch oder die Selke am dritten Hammer bei Mägdesprung im Wehrgang: Gleich zwei neue Ausstellungen sind jetzt im Schloss Harzgerode eröffnet worden: Im Kaminzimmer geben Mitglieder des Fotostammtischs Aschersleben unter dem Titel „Harz“ einen Einblick in ihre Arbeiten. Und anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Selketal-Stieges zeigt Daniel Kühne aus Güntersberge im Wehrgang des Schlosses „15 Impressionen vom Selketal-Stieg“.

„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir das Wort ,Harz‘ in unserem Ort verewigt haben“, sagt Harzgerodes Bürgermeister Jürgen Bentzius (SPD). „Das ist natürlich auch Verpflichtung“, so der Bürgermeister weiter, der sich freut, dass die neuen Ausstellungen im Schloss gezeigt werden können. Denn mit dem Harz verbunden sei auch der Selketal-Stieg, der „für die Region sehr viel gebracht“ habe.

50 Hobbyfotografen sichten Archive

Für die Mitglieder des Fotostammtischs ist die Präsentation im Schloss erst die zweite Ausstellung überhaupt. Dessen Mitglieder - insgesamt sind es rund 50 überwiegend Hobbyfotografen, die sich über eine Facebook-Gruppe organisieren - treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen, zu fachsimpeln, sagt Andreas Köller. „Das Tolle am Fotografieren ist, Momente festhalten zu können, und - viel wichtiger - diese Momente mit anderen Menschen teilen zu können.“ Das geschehe auch im Rahmen von Ausstellungen.

Um Fotos für die Exposition in Harzgerode auszuwählen, haben die Stammtisch-Mitglieder ihre Archive gesichtet, berichtet Andreas Köller. „Dann haben wir uns erneut zusammengesetzt, weil wir eine Auswahl treffen mussten.“ Vorgegeben war das durch die Größe des Raumes.

„Unsere einzige Prämisse war, dass jeder, der wollte, mindestens ein Bild dabei hat.“ Darüber hinaus, so Andreas Köller weiter, wollte der Stammtisch „eine bunte Mischung anbieten“. So werden nun ebenso Landschafts- wie Architekturaufnahmen gezeigt, dazu Detailaufnahmen aus den Wäldern und von Wiesen des Harzes.

Daniel Kühne fotografiert entlang des Selketal-Stieges „schon seit vielen Jahren“. Auch er konnte auf ein großes Archiv zurückgreifen. „Die Schwierigkeit war für mich, mich auf 15 Bilder zu beschränken“, sagt Daniel Kühne. Deshalb hatte er zur Ausstellungseröffnung einen Beamer mitgebracht und aufgestellt, so dass Besucher die Möglichkeit hatten, sich rund 200 weitere Aufnahmen anzuschauen.

Die Fotografien im Wehrgang nehmen mit auf eine Wanderung über den Selketal-Stieg. Da gibt es beispielsweise den Blick über Straßberg, die Selketalbahn, die hinter dem Judenteich bei Harzgerode entlangschnauft, oder eine Abendstimmung bei Meisdorf, die fast ein wenig an eine Aufnahme aus einer Savanne erinnert. „Man muss zum richtigen Zeitpunkt vor Ort sein - oder mehrere Anläufe nehmen“, sagt Daniel Kühne.

Die Ausstellung des Foto-Stammtischs ist bis zum 1. Mai im Kaminzimmer zu sehen, die zum Selketal-Stieg im Wehrgang als Dauerausstellung bis Ende des Jahres. (mz)