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Rockharz macht besonderes Angebot Harzer Wandernadel trifft in Ballenstedt auf Heavy Metal

Das Rockharz-Festival auf dem Flugplatz Ballenstedt und die Harzer Wandernadel bringen in diesem Jahr einen Sonderstempel heraus. Wie das Angebot zustande kam und wer es nutzen kann.

Von Rita Kunze Aktualisiert: 25.06.2024, 08:08
Eine Wandergruppe aus Besuchern des Rockharz-Festivals in Ballenstedt legt seit 2018 jedes Jahr rund 100 Kilometer zum Festivalgelände zurück. Sie ist auch zu den Gegensteinen gewandert.
Eine Wandergruppe aus Besuchern des Rockharz-Festivals in Ballenstedt legt seit 2018 jedes Jahr rund 100 Kilometer zum Festivalgelände zurück. Sie ist auch zu den Gegensteinen gewandert. Foto: Sebastian Seiffert

Ballenstedt/MZ. - In der kommenden Woche ist es wieder soweit: Zehntausende feiern dann das Rockharz-Festival auf dem Flugplatz Ballenstedt. In diesem Jahr haben sich die Macher für die Wanderfreudigen unter den Rock- und Metal-Fans etwas Besonderes einfallen lassen.

„Die Idee entstand relativ spontan bei uns im Büro“, sagt Kai Wilhelm von der Veruga GmbH, die das Festival ausrichtet. Der Blick geht dabei in Richtung Gegensteine, die vom Festivalgelände gut zu sehen und zu erreichen sind: „In den vergangenen Jahren hat es im Rahmen der Kultur- und Wandertour „Im Schatten der Hexen“ nach den gleichnamigen Bestsellern von Kathrin R. Hotowetz, die an verschiedenen Schauplätzen des Harzes spielen, bereits einen Sonderstempel mit dem Thema der Gegensteine gegeben, der am Flugplatz Ballenstedt ausgegeben wurde. Also dachten wir uns: Warum keinen Sonderstempel für das Rockharz?, und kontaktierten mit der Idee die Initiatoren der Harzer Wandernadel.“

Harzer Wandernadel nimmt Idee begeistert auf

Überzeugungsarbeit war nicht nötig, sagt Kai Wilhelm. „Unsere Idee wurde mit Begeisterung aufgenommen, und so konnten wir den diesjährigen Sonderstempel umgehend umsetzen.“ Das Motiv bilden die Trophäe eines Hirschgeweihs mit der Zahl 2024 zwischen den Geweihstangen sowie die umlaufenden Schriftzüge „Harzer Wandernadel“ und „Rockharz“.

Der Stempel wird vom kommenden Dienstag, 2. Juli, bis zum Samstag, 6. Juli, an der Rezeption auf dem Tagesparkplatz bereitstehen. Wer noch kein Stempelheft besitzt, kann es vor Ort für eine Schutzgebühr von vier Euro erwerben. Man muss übrigens kein Festivalbesucher sein, um das Sammlerstück zu ergattern: „Die Rezeption auf dem Tagesparkplatz und damit der Stempelkasten ist im übrigen auch für Wanderbegeisterte ohne Rockharz-Ticket erreichbar und kann somit von jedem in Anspruch genommen werden“, betont Kai Wilhelm.

Die Idee entstand relativ spontan bei uns im Büro.

Kai Wilhelm, Veruga GmbH

Tatsächlich gebe es viele wanderbegeisterte Festival-Besucher, sagt er und berichtet von einer etwa zehnköpfigen Wandergruppe, die seit 2018 jedes Jahr eine Strecke von gut 100 Kilometern direkt zum Festivalgelände zurücklegt: „Das ursprüngliche Anliegen damals war, zum 25-jährigen Rockharz-Jubiläum vom ehemaligen Festivalgelände in Osterode zum neuen Gelände am Flugplatz Ballenstedt zu wandern. In den Folgejahren hat sich diese Wanderung zu einer Art Tradition entwickelt, im letzten Jahr führte die Wanderstrecke vom Kyffhäuser aus nördlich nach Ballenstedt und in diesem Jahr wird in vier Etappen von Clausthal aus gewandert.“

Urlaub wird für die Zeit des Festivals geplant

Wandernde Festival-Besucher haben natürlich Fragen: „Es ging und geht in diesem Fall vor allem darum, wie man die Ankunft nebst dem restlichen Camping-Equipment gestaltet, denn es wird nicht alles, was man für eine Woche Festival benötigt, mit auf den kompletten Wanderweg genommen“, so Wilhelm. „Aber auch über diese Gruppe hinaus gibt es immer wieder Gäste, die auf Social Media Bilder und Erlebnisse ihrer Wanderungen durch den Harz teilen und oft auch ihren Familienurlaub im Harz so planen, dass er in den Zeitraum vor oder nach unserem Festival fällt.“ Einen darüber hinausgehenden Service bieten die Organisatoren nicht, sondern verweisen an den Harzer Tourismusverband.